Montag, 29. August 2011

Waterloo Sunset

Es ist sehr angenehm nach einem Arbeitstag auf der Couch zu sitzen mit einem Glas Rotwein und einem Notebook. Sowas muss ja auch mal gesagt werden. Man vergisst viel zu oft all das Angenehme oder traut sich nicht, es irgendwie wahrzunehmen, ja gar laut auszudenken. Oder Auszuschreiben. Was schreiben, was im Internet erscheint (egal wie weit hinten in welcher Suchmaschine auch immer) ist laut Schreiben. Mit Rechtschreibfehlern. Wir sind halt so. Voll hart drauf.

Die letzte Zeit war hart. Es gab auch viel Schönes, aber auch einiges Trauriges. Gehört dazu, war dann aber an einem lauen Donnerstag um halb Elf trotzdem ein Schock. Aber ich habe Couch und Wein und Notebook und Radio und gerade beschlossen, dem Hauskonsens zu folgen und für mich zu akzeptieren: Es ist Herbst. Scheissegal was der Kalender sagt. Lederjacken dürfen getragen, Tees gekocht und Heizungen angeschaltet werden. Wenn das so weitergeht ist der erste Kartoffeleintopf, das erste Gulasch und der nächste Krustenbraten auch nicht weit.

Dabei hatten wir ein paar schöne Tage, im Viertel rumlungern, beim Umzug helfen bei 30 Grad (nein, ich habe mehr geputzt und weniger geschleppt, Fitnesstudio ja, Arnold Schwarzenegger in jung und weiblich noch nein), es gab Festivals und nur bei der Hälfte war man da.

Ich hänge die Woche trotzdem ziemlich, es ist mein persönlicher Endspurt vor meinem zweiwöchigen Urlaub. Ja, seid ruhig neidisch. Und es geht nach Amsterdam und vielleicht noch in die Heimat und vielleicht schaffe ich es dann auch, mir endlich mal wieder die Nägel zu lackieren, man soll ja die Hoffnung nie aufgeben.

Mein Aufruf an alle: Holt die Parkas, die Übergangsmäntel und die Halbschuhe raus. Strickt schneller an den Winterschals und recherchiert schonmal die neusten Bratenrezepte, winter is coming!