Dienstag, of all the days. Es gab ein sehr schönes sonniges Wochenende mit ner Radtour, grillen, am Hafen sitzen und all dem anderen, was dazu gehört. Zudem noch der Besuch einer Bukowski-Lesung (mit Musik von Tom Waits) in der (toller Name) Sportklause.
Die Sportklause ist hier um die Ecke, 5 Minuten entfernt und eigentlich eine kleine Holzbude neben einem (meiner Meinung zu klein geratenen) Fußballplatz. Da werden dann die Fußballspiele übertragen, es gibt wohl auch ein paar kleine Pokale... sowas alles. Und im hinteren Raum war dann die Lesung. Knapp 20 Personen waren gekommen und alles wirkte improvisiert und locker. Also gut improvisiert. Abfolgen von Songs wurden einfach mal schnell umgestellt, dem Vorleser wurde vom Zuschauer auch schonmal ein Taschentuch gereicht... Mikros hätte man eigentlich nicht gebraucht. Der Leser selbst war super. Die Auswahl der Geschichten, die sehr humorvoll bis absurd rüberkamen (ich werde wohl nie wieder bei Beethoven nicht kichern müssen) war herrlich. So saß ich dann also in einem Raum, in dem überdimensionale Sombreros und furchterregende Bilder von Marlene Dietrich an den Wänden hingen und sonst alles (inklusive der Schalen mit dem Knabberzeug) auf Fußball ausgerichtet war. Ein wenig wie ein Partykeller auf dem besten Wege zu einem Bad Taste Award.
Wir konnten erst mit der Lesung anfangen, als das Spiel im Nachbarraum vorbei war. (Werder gewann in der Verlängerung, das war ein Jubel!) Es war ein, wahrscheinlich auch durch das ganze Umfeld, sehr sehr lockerer Abend. Ok, ich denke Bukowski ist so weit vom Formellen weg wie man das als Autor nur sein kann.
Ich habe hier eine schöne Zeit, habe heute sogar ein wenig was für die Uni geschafft, gestern gab es Kick Ass im Kino (empfehlenswert, ausser man steht auf französisches Schwarzweisskino)... alles bestens. Oh, und mein Internetradio ist endlich endlich ENDLICH da(Daaaaaaaankeeee), ich kann wieder meine Sender hören. Womit Bremen so eine Musikauswahl und solche Moderatoren verdient hat.... keine Ahnung.
Oh, noch eine Sache zum Bukowski-Abend... ok, das hat mit dem eigentlich nichts zu tun, aber... in der Pause stand ich dann am Rande dieses leeren Fußballplatzes. Irgendwie... bis jetzt dachte ich immer, es sei das Wasser, was mich beruhigt, wenn ich darauf schaue, aber dieser Fußballplatz hatte dieselbe Wirkung. Vielleicht ist es einfach nur die Weite und die Monotonie von solchen Flächen, die mich introspektiv und ruhig werden lässt. Wieder mal eine Erkenntnis.
Was ich dachte war, dass ich selten so frei war wie jetzt. Ich habe noch keine Arbeit, ich kenne hier immernoch sehr wenige Menschen... ich kann quasi machen, was ich will. Was auch immer. Und ich weiss nicht, ob ich einer der Menschen bin, die von zuviel Freiheit eingeschüchtert werden oder ob ich einer der Menschen bin, die das Umarmen. Das ist für mich eine Frage, über die ich in letzter Zeit viel nachgrübele. Ich geniesse die Freiheit. Aber ich fange glaube ich immernoch sehr wenig mit ihr an. Ich habe die Stadt noch kein einziges mal erkundet. Ich habe mir auch kein Buch darüber gekauft. Ich gehe an spannenden Läden vorbei, ohne hineinzuschauen. Ich bin mir noch nichtmal sicher, wo hier das nächstgelegene Antiquariat ist und wo welche Bezirke liegen die wie heissen. Name des Bürgermeisters? Keine Ahnung. Vielleicht bin ich ja eher ein Schneckenhaustyp. Jemand der Zeit braucht. Keine Ahnung. Selbst wenn wird sich das mit der Zeit legen, denke ich. Und seien wir doch mal ehrlich: Ein wenig Ruhe... hab ich mir schon verdient.
Dienstag, 27. April 2010
Dienstag, 20. April 2010
The way we get by
Angekommen. So ziemlich zumindest. Eben immernoch zu wenig Zeug hier um das wirklich sagen zu können. Aber es klappt alles soweit.
Ich habe einen Arzt gefunden, der mir meine Drogen verschreibt (und dessen bekopftuchte Arzthelferin (eigenartig, ich bin da immer nen sehr breiten berliner Akzent bei gewohnt) sehr sehr gut Blut abnehmen kann). Zudem war ich bei IKEA und habe MÖBEL. Ein paar. Aber es sieht nicht mehr so leer aus. A place for everything and everything in its place. Sozusagen.
Gestern hab ich meinen letzten ausgefüllten Fragebogen an das Amt in den Kasten geworfen und es sieht so aus, als ob auch da meine kafkaesken Wirrungen erstmal vorüber seien. Muss ich nur noch meine Lohnsteuerkarte von meinem (hier sehr sehr viele Schimpfwörter in mindestens 3 Sprachen einfügen) Exarbeitsgeber bekommen. Oh, und ich habe einen Telefonanschluss. Nein, die Nummer schreib ich hier nicht, aber da kommt dann noch ne Mail. (Darling, Du brauchst auch noch die Handynummer, vermisse Dich!)
Sonst: Ich war wie ja schon geschrieben in der Glocke. Also... klassisches Konzert in angenehmen verjugendstilten Rahmen. Die Musik an sich... ok, romantische Klassik ist eben nicht so sehr meins. Gebt mir Bach, gebt mir Beethoven... damit komm ich besser zurecht. Aber trotzdem hat es einige Akkus aufgefüllt von denen ich gar nicht so recht wusste, dass sie leer waren.
Oh, und ich werde langsam zur Radfahrerin. Zumindest bei schönem Wetter. Aber die Wege sind hier so flach, dass selbst eine Gangschaltung kaum Sinn macht. Und bei Gegenwind (Wind ist hier IMMER) hat man eh quasi verloren. Einmal hätte ich mich schon beinahe hingelegt, aber das lag mehr an einer lockeren Lenkstange als an eigenem Versagen. Und es ist ja nix passiert, ne? Das Hinfallen heb ich mir dann schön fürs Inlinen auf. Es soll hier was geben, was Blockland heisst, ist ein paar Kilometer entfernt und da kann man wohl recht schön laufen. Vielleicht wie Flemingskate und in flacher.
Im Moment bin ich sowieso etwas bewegungsausgehungert. Was eigenartig ist, da ich mich hier glaub ich mehr bewege als in B. Aber ich werde auf jeden Fall bald mal das Schwimmbad hier (quasi) um die Ecke auskundschaften.
Herrje. Immer gibt es so viel, was ich noch schreiben wollte. Aber wenn das dann so ein großer Eintrag wird... sagen wir es mal so: Kauft keine elektrischen Zahnbürsten für 2 Euro, verliert keine Wetten, egal über was, Schuhregale werden überbewertet, eines meiner Bücherregale besteht aus 24 Brettern und 58 Schrauben, es gibt eine Bar in der Innenstadt, in der man nur die Wahl zwischen Kölsch und Hefeweizen hat, wie krank ist das denn bitteschön?, es gibt wieder den Doctor, jay, obwohl ich nicht genau weiss, was ich von Geronimo ect. p.p. halten soll, ich träume von David Sedaris und gehe neuerdings um Mitternacht ins Bett, sehr eigenartig.
Machts gut!
Ich habe einen Arzt gefunden, der mir meine Drogen verschreibt (und dessen bekopftuchte Arzthelferin (eigenartig, ich bin da immer nen sehr breiten berliner Akzent bei gewohnt) sehr sehr gut Blut abnehmen kann). Zudem war ich bei IKEA und habe MÖBEL. Ein paar. Aber es sieht nicht mehr so leer aus. A place for everything and everything in its place. Sozusagen.
Gestern hab ich meinen letzten ausgefüllten Fragebogen an das Amt in den Kasten geworfen und es sieht so aus, als ob auch da meine kafkaesken Wirrungen erstmal vorüber seien. Muss ich nur noch meine Lohnsteuerkarte von meinem (hier sehr sehr viele Schimpfwörter in mindestens 3 Sprachen einfügen) Exarbeitsgeber bekommen. Oh, und ich habe einen Telefonanschluss. Nein, die Nummer schreib ich hier nicht, aber da kommt dann noch ne Mail. (Darling, Du brauchst auch noch die Handynummer, vermisse Dich!)
Sonst: Ich war wie ja schon geschrieben in der Glocke. Also... klassisches Konzert in angenehmen verjugendstilten Rahmen. Die Musik an sich... ok, romantische Klassik ist eben nicht so sehr meins. Gebt mir Bach, gebt mir Beethoven... damit komm ich besser zurecht. Aber trotzdem hat es einige Akkus aufgefüllt von denen ich gar nicht so recht wusste, dass sie leer waren.
Oh, und ich werde langsam zur Radfahrerin. Zumindest bei schönem Wetter. Aber die Wege sind hier so flach, dass selbst eine Gangschaltung kaum Sinn macht. Und bei Gegenwind (Wind ist hier IMMER) hat man eh quasi verloren. Einmal hätte ich mich schon beinahe hingelegt, aber das lag mehr an einer lockeren Lenkstange als an eigenem Versagen. Und es ist ja nix passiert, ne? Das Hinfallen heb ich mir dann schön fürs Inlinen auf. Es soll hier was geben, was Blockland heisst, ist ein paar Kilometer entfernt und da kann man wohl recht schön laufen. Vielleicht wie Flemingskate und in flacher.
Im Moment bin ich sowieso etwas bewegungsausgehungert. Was eigenartig ist, da ich mich hier glaub ich mehr bewege als in B. Aber ich werde auf jeden Fall bald mal das Schwimmbad hier (quasi) um die Ecke auskundschaften.
Herrje. Immer gibt es so viel, was ich noch schreiben wollte. Aber wenn das dann so ein großer Eintrag wird... sagen wir es mal so: Kauft keine elektrischen Zahnbürsten für 2 Euro, verliert keine Wetten, egal über was, Schuhregale werden überbewertet, eines meiner Bücherregale besteht aus 24 Brettern und 58 Schrauben, es gibt eine Bar in der Innenstadt, in der man nur die Wahl zwischen Kölsch und Hefeweizen hat, wie krank ist das denn bitteschön?, es gibt wieder den Doctor, jay, obwohl ich nicht genau weiss, was ich von Geronimo ect. p.p. halten soll, ich träume von David Sedaris und gehe neuerdings um Mitternacht ins Bett, sehr eigenartig.
Machts gut!
Dienstag, 13. April 2010
Let´s get rocked
Ladies and Gentlemen, ich bin wieder im Netz. Jay. Was mich auch nur ein wenig den Computer anbetteln gekostet hat. Ok. Viel anbetteln. Haareraufen. Eher rethorische Fragen wie "warum MACHST du das?!". Aber jetzt scheint es zu gehen.
Und ja, ich sitze in meinem Zimmer. Der Kleiderschrank ist eingeräumt und ich glaube, mehr als 10 Sauerstoffmoleküle dürften da neben den ganzen Klamotten keinen Platz mehr finden. Die Meeris stehen in der Ecke, mal sehn ob das ihr Stammplatz wird, bin mir da noch nicht sicher. Wo ich mir sicher bin: Ohne Guns n Roses und Def Leppard hätt ich das nie geschafft. Diese Art Musik hilft echt bei sowas. Danke für den Tipp, oh Du mein megaerfahrener Umzugsgott.
Sonst.... klar ist verdammt viel los. Und nein, ich werd das hier nicht alles schreiben. Die letzten Wochen waren sehr intensiv, um es mal so zu benennen. Auch sehr schön, ich will das nicht negativieren. Aber vor allem verdammt anstrengend. Klar, damit geht es auch noch lustig weiter, aber das Gröbste ist eben geschafft, morgen hab ich das letzte mal diese Startmaßnahme (ja, ich hab mir die "Objektivierung der Selbsteinschätzung" als Schmankerl für den Schluss aufgehoben).
Heute tu ich noch so, als hätte ich Kultur, gehe in ein klassisches Konzert. In der Glocke. Schonmal vorbeigelaufen, aber ich bin gespannt. Ich werde berichten, wie es war. Aber überhaupt bin ich im Moment total kulturversessen, seitdem ich herausgefunden habe, dass es hier in HB eine art Kulturticket gibt. Wo ich in Theater schon für ca. 3 Euro reinkomme. Und VHS-Kurse für 17 Euro besuchen kann. Das kribbelt total! Aber erstmal.... sollte ich wohl ankommen. Der Gral Alltag ist noch lange nicht erreicht. Und dann sollte ich wohl den Unikrams beginnen. Und mir zumindest einen Lampenschrim kaufen. Und weiter auspacken. Und das klappt eh erst, wenn ich diesen Ausweis in den Händen halte und das Amt lässt sich Zeeeeiiiiit.
Dafür war ich aber auch heute schon wieder richtig produktiv: Ich habe mich um einen Arzt gekümmert, die GF vom Exarbeitsgeber angehauen, ich will langsam mal meine Lohnsteuerkarte und bei Hagen nachgefragt, wo denn eigentlich mein Lernkrams bleibt. All solcher Orgakrams, der eben ansteht, einem aber schnell mal den Schlaf rauben kann.
Na gut, soviel zum kurzen Statusbericht, das ganze andere, wie ich mich fühle, ankommen, Eindrücke, Leben in Bremen, Vermissen von Berlin, weitere Pläne... das kommt noch.
Und ja, ich sitze in meinem Zimmer. Der Kleiderschrank ist eingeräumt und ich glaube, mehr als 10 Sauerstoffmoleküle dürften da neben den ganzen Klamotten keinen Platz mehr finden. Die Meeris stehen in der Ecke, mal sehn ob das ihr Stammplatz wird, bin mir da noch nicht sicher. Wo ich mir sicher bin: Ohne Guns n Roses und Def Leppard hätt ich das nie geschafft. Diese Art Musik hilft echt bei sowas. Danke für den Tipp, oh Du mein megaerfahrener Umzugsgott.
Sonst.... klar ist verdammt viel los. Und nein, ich werd das hier nicht alles schreiben. Die letzten Wochen waren sehr intensiv, um es mal so zu benennen. Auch sehr schön, ich will das nicht negativieren. Aber vor allem verdammt anstrengend. Klar, damit geht es auch noch lustig weiter, aber das Gröbste ist eben geschafft, morgen hab ich das letzte mal diese Startmaßnahme (ja, ich hab mir die "Objektivierung der Selbsteinschätzung" als Schmankerl für den Schluss aufgehoben).
Heute tu ich noch so, als hätte ich Kultur, gehe in ein klassisches Konzert. In der Glocke. Schonmal vorbeigelaufen, aber ich bin gespannt. Ich werde berichten, wie es war. Aber überhaupt bin ich im Moment total kulturversessen, seitdem ich herausgefunden habe, dass es hier in HB eine art Kulturticket gibt. Wo ich in Theater schon für ca. 3 Euro reinkomme. Und VHS-Kurse für 17 Euro besuchen kann. Das kribbelt total! Aber erstmal.... sollte ich wohl ankommen. Der Gral Alltag ist noch lange nicht erreicht. Und dann sollte ich wohl den Unikrams beginnen. Und mir zumindest einen Lampenschrim kaufen. Und weiter auspacken. Und das klappt eh erst, wenn ich diesen Ausweis in den Händen halte und das Amt lässt sich Zeeeeiiiiit.
Dafür war ich aber auch heute schon wieder richtig produktiv: Ich habe mich um einen Arzt gekümmert, die GF vom Exarbeitsgeber angehauen, ich will langsam mal meine Lohnsteuerkarte und bei Hagen nachgefragt, wo denn eigentlich mein Lernkrams bleibt. All solcher Orgakrams, der eben ansteht, einem aber schnell mal den Schlaf rauben kann.
Na gut, soviel zum kurzen Statusbericht, das ganze andere, wie ich mich fühle, ankommen, Eindrücke, Leben in Bremen, Vermissen von Berlin, weitere Pläne... das kommt noch.
Samstag, 3. April 2010
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