Hier bin ich wieder, zwar noch ein wenig restramponiert, aber wohlauf. Eine halbe Woche Ostfriesland wurde überlebt und für gut befunden. Die Weihnachtsfeier hielt dem Versprechen stand, eine riesige Party zu sein. Whiskeyflaschen auf Bistrotischen, über die ich mich wunderte, bis mir ein schon ziemlich angetrunkener Kollege gestand: "Das iss schon die schwwweiiiite!"
Ich war aber brav, zumindest ab dem Punkt als ich herausfand, dass man einfach nie ohne Glas rumstehen darf, wenn man nicht will, dass einem ein Bier oder ähnliches (es gab einen widerlichen Cocktail namens Los Zimtos) in die Hand gedrückt wird.
Ein wenig ironisches Tanzen (zu sehr professionell dargebotener Musik der unteren Fetenhitsschubladen) und ein wenig quatschen, zwischendrin immer wieder leicht fremdelnd in der Ecke stehen.
Aber es ist geschafft.
Weihnachten hat sich auch entspannt, planungstechnisch und ja, ich bin verdammt froh darüber. Obwohl eine Bahnfahrt an Heiligabend nochmal eine spannende Sache wird.
Zudem feiern wir heute unser Halbjähriges und ja, wir sind glücklich, der Hauskonsens sagt, ich solle das unbedingt schreiben.
Und morgen geht es dann wieder an die Arbeit. Große, böse, harte Arbeit. Und auch noch ganz alleine im Büro. Na wenn ich da nicht der Versuchung erliege und bei dem einfachen manuellen Kram einfach mal den MP3Player auszupacken.
Sonntag, 11. Dezember 2011
Mittwoch, 9. November 2011
Shut up and Drive
Zurück aus dem deutschen LA und morgen geht es (wieder) nach Berlin. Im Moment kodieren meine Serien in das von der PSP gewünschte Format, denn: Bahnfahren und dabei in die Dunkelheit starren ist einfach mal blöd. Und sonst komm ich ja nicht dazu. Also... Serien zu sehen. In die Dunkelheit starren kann ich jeden Tag ab ca. 16 Uhr bei der Arbeit. Dunkelheit und dazu die Geräusche von Flugzeugturbinen. Herrlich.
Hier ist das Leben bunt und verdammt weit, ich komme kaum zum Luftholen, so ist zumindest mein Gefühl.
Aber denken wir mal nicht an die Zukunft sondern an die Vergangenheit, was gab es in der letzten Zeit? Da waren die rasanten Fahrkünste von Menschen aus der Dominikanischen Republik, die Einsicht, dass Rattenkönig sein bei uns in der DNA liegt, ich bin zudem das neue Krakenorakel, Clowns sind nicht gruselig, solange sie vom Cirque du Soleil sind, Soljanka ist IMMER gruselig, da hilft auch keine Zitronenscheibe als aufmunternder Farbfleck in der Wurstpampe, Kreuzberg bleibt spannend, wenn man mit Fackeln jonglierende Penner auf (ja, AUF) dem Kottbusser sieht und generell sind Tage zu kurz für alles und mein Gehirn zu voll um mich an alles zu erinnern, was sonst noch war. Baustellen und dort auf Metallstreben rumklettern in zu großen Sicherheitsstiefeln, unter einem das noch flüssige Beton. Stadtspaziergänge. Nicht behindertenfreundliche Hundertwasserhäuser in der angeblich hässlichsten Stadt Deutschlands (nein, nicht Kassel). Oh, und neue Perspektiven vom Botanischen Garten mit der besten Führung der Welt!
Ja, es war viel los und tut mir leid, wenn dieser Eintrag nur aus kryptischen Aufzählungen besteht. Zu all den Punkten gibt es Geschichten, einige sind schon ein wenig her, andere nicht einmal eine Woche. Es dreht und bewegt sich alles und ich muss jetzt schnell schnell meine Tasche packen, der Importshop ruft!
Hier ist das Leben bunt und verdammt weit, ich komme kaum zum Luftholen, so ist zumindest mein Gefühl.
Aber denken wir mal nicht an die Zukunft sondern an die Vergangenheit, was gab es in der letzten Zeit? Da waren die rasanten Fahrkünste von Menschen aus der Dominikanischen Republik, die Einsicht, dass Rattenkönig sein bei uns in der DNA liegt, ich bin zudem das neue Krakenorakel, Clowns sind nicht gruselig, solange sie vom Cirque du Soleil sind, Soljanka ist IMMER gruselig, da hilft auch keine Zitronenscheibe als aufmunternder Farbfleck in der Wurstpampe, Kreuzberg bleibt spannend, wenn man mit Fackeln jonglierende Penner auf (ja, AUF) dem Kottbusser sieht und generell sind Tage zu kurz für alles und mein Gehirn zu voll um mich an alles zu erinnern, was sonst noch war. Baustellen und dort auf Metallstreben rumklettern in zu großen Sicherheitsstiefeln, unter einem das noch flüssige Beton. Stadtspaziergänge. Nicht behindertenfreundliche Hundertwasserhäuser in der angeblich hässlichsten Stadt Deutschlands (nein, nicht Kassel). Oh, und neue Perspektiven vom Botanischen Garten mit der besten Führung der Welt!
Ja, es war viel los und tut mir leid, wenn dieser Eintrag nur aus kryptischen Aufzählungen besteht. Zu all den Punkten gibt es Geschichten, einige sind schon ein wenig her, andere nicht einmal eine Woche. Es dreht und bewegt sich alles und ich muss jetzt schnell schnell meine Tasche packen, der Importshop ruft!
Sonntag, 9. Oktober 2011
Boris the Spider
Bonsoir, ma tristesse!
Es ist Herbst und hier heisst das: Regen mit Sonnenschein oder Regen mit Wind. Ab und zu auch alles zusammen. Bah.
Ok, es gibt einen Grund für die grummelige Stimmung: Ich war die gesamte letzte Woche krank und ja, es geht besser, aber trotzdem: das letzte schöne Wochenende letzte Woche wurde durch Extrem-Schnuffeling verbracht und eine Woche lang nur mit einem ziemlich miesen Fernsehprogramm auskommen (und einer exzellent zusammengestellten Filmliste, DANKE!).... das ist schon doof.
Und auch wenn es morgen wieder losgeht in das bunte Arbeitsleben, so richtig nach Bäume ausreissen und alles aus den Angeln heben ist mir noch nicht.
Tut mir leid, alles ein wenig grumpfig und mumpfig, aber das ist der Regen und die verstopfte Nase. Mehr in Kürze!
Es ist Herbst und hier heisst das: Regen mit Sonnenschein oder Regen mit Wind. Ab und zu auch alles zusammen. Bah.
Ok, es gibt einen Grund für die grummelige Stimmung: Ich war die gesamte letzte Woche krank und ja, es geht besser, aber trotzdem: das letzte schöne Wochenende letzte Woche wurde durch Extrem-Schnuffeling verbracht und eine Woche lang nur mit einem ziemlich miesen Fernsehprogramm auskommen (und einer exzellent zusammengestellten Filmliste, DANKE!).... das ist schon doof.
Und auch wenn es morgen wieder losgeht in das bunte Arbeitsleben, so richtig nach Bäume ausreissen und alles aus den Angeln heben ist mir noch nicht.
Tut mir leid, alles ein wenig grumpfig und mumpfig, aber das ist der Regen und die verstopfte Nase. Mehr in Kürze!
Montag, 29. August 2011
Waterloo Sunset
Es ist sehr angenehm nach einem Arbeitstag auf der Couch zu sitzen mit einem Glas Rotwein und einem Notebook. Sowas muss ja auch mal gesagt werden. Man vergisst viel zu oft all das Angenehme oder traut sich nicht, es irgendwie wahrzunehmen, ja gar laut auszudenken. Oder Auszuschreiben. Was schreiben, was im Internet erscheint (egal wie weit hinten in welcher Suchmaschine auch immer) ist laut Schreiben. Mit Rechtschreibfehlern. Wir sind halt so. Voll hart drauf.
Die letzte Zeit war hart. Es gab auch viel Schönes, aber auch einiges Trauriges. Gehört dazu, war dann aber an einem lauen Donnerstag um halb Elf trotzdem ein Schock. Aber ich habe Couch und Wein und Notebook und Radio und gerade beschlossen, dem Hauskonsens zu folgen und für mich zu akzeptieren: Es ist Herbst. Scheissegal was der Kalender sagt. Lederjacken dürfen getragen, Tees gekocht und Heizungen angeschaltet werden. Wenn das so weitergeht ist der erste Kartoffeleintopf, das erste Gulasch und der nächste Krustenbraten auch nicht weit.
Dabei hatten wir ein paar schöne Tage, im Viertel rumlungern, beim Umzug helfen bei 30 Grad (nein, ich habe mehr geputzt und weniger geschleppt, Fitnesstudio ja, Arnold Schwarzenegger in jung und weiblich noch nein), es gab Festivals und nur bei der Hälfte war man da.
Ich hänge die Woche trotzdem ziemlich, es ist mein persönlicher Endspurt vor meinem zweiwöchigen Urlaub. Ja, seid ruhig neidisch. Und es geht nach Amsterdam und vielleicht noch in die Heimat und vielleicht schaffe ich es dann auch, mir endlich mal wieder die Nägel zu lackieren, man soll ja die Hoffnung nie aufgeben.
Mein Aufruf an alle: Holt die Parkas, die Übergangsmäntel und die Halbschuhe raus. Strickt schneller an den Winterschals und recherchiert schonmal die neusten Bratenrezepte, winter is coming!
Die letzte Zeit war hart. Es gab auch viel Schönes, aber auch einiges Trauriges. Gehört dazu, war dann aber an einem lauen Donnerstag um halb Elf trotzdem ein Schock. Aber ich habe Couch und Wein und Notebook und Radio und gerade beschlossen, dem Hauskonsens zu folgen und für mich zu akzeptieren: Es ist Herbst. Scheissegal was der Kalender sagt. Lederjacken dürfen getragen, Tees gekocht und Heizungen angeschaltet werden. Wenn das so weitergeht ist der erste Kartoffeleintopf, das erste Gulasch und der nächste Krustenbraten auch nicht weit.
Dabei hatten wir ein paar schöne Tage, im Viertel rumlungern, beim Umzug helfen bei 30 Grad (nein, ich habe mehr geputzt und weniger geschleppt, Fitnesstudio ja, Arnold Schwarzenegger in jung und weiblich noch nein), es gab Festivals und nur bei der Hälfte war man da.
Ich hänge die Woche trotzdem ziemlich, es ist mein persönlicher Endspurt vor meinem zweiwöchigen Urlaub. Ja, seid ruhig neidisch. Und es geht nach Amsterdam und vielleicht noch in die Heimat und vielleicht schaffe ich es dann auch, mir endlich mal wieder die Nägel zu lackieren, man soll ja die Hoffnung nie aufgeben.
Mein Aufruf an alle: Holt die Parkas, die Übergangsmäntel und die Halbschuhe raus. Strickt schneller an den Winterschals und recherchiert schonmal die neusten Bratenrezepte, winter is coming!
Sonntag, 3. Juli 2011
Into the great wide open
Hiermit melde ich mich nun offiziell zurück. Nach einer turbulenten Zeit (naja, sowas kann aber auch nicht ohne über die Bühne gehen) und einer kleinen aber feinen und vor allem sehr entspannten Reise bin ich nun wieder angekommen. Im hier. Und jetzt.
Es ist ein wenig eigenartig, ich glaube seit ca. 3 Jahren ist es das erste Mal, dass sich am Horizont (ok, meistens näher) nicht die nächste große Herausforderung abzeichnet. Es gibt im Moment nichts. Nur Ruhe.
Und ja, natürlich drehe ich dabei durch, klar. Definiere Dinge als Problem, die keines sind. Suche immer wieder den Horizont ab. Wird wohl noch eine Weile so weitergehen. Vielleicht brauch ich auch einfach nur ein paar neue kleinere Probleme. Oder ein Hobby. Regenwürmer sammeln. Oder Flamingos, den ersten (wir haben ihn Jochen getauft) hab ich ja schon.
Wahrscheinlich werd ich mal all diese überschüssige Energie nutzen und mir endlich mal einen anderen Ausgleich für die Arbeit suchen als Red Dead Redemtion. Sport. Vielleicht. Wahrscheinlich. Ich hasse dieses Wort und alles, was damit gemeint ist. Aber wahrscheinlich hilft es, so nach acht Stunden Büro. Wir werden sehen. Wie heisst es so schön? The future was wide open.
Es ist ein wenig eigenartig, ich glaube seit ca. 3 Jahren ist es das erste Mal, dass sich am Horizont (ok, meistens näher) nicht die nächste große Herausforderung abzeichnet. Es gibt im Moment nichts. Nur Ruhe.
Und ja, natürlich drehe ich dabei durch, klar. Definiere Dinge als Problem, die keines sind. Suche immer wieder den Horizont ab. Wird wohl noch eine Weile so weitergehen. Vielleicht brauch ich auch einfach nur ein paar neue kleinere Probleme. Oder ein Hobby. Regenwürmer sammeln. Oder Flamingos, den ersten (wir haben ihn Jochen getauft) hab ich ja schon.
Wahrscheinlich werd ich mal all diese überschüssige Energie nutzen und mir endlich mal einen anderen Ausgleich für die Arbeit suchen als Red Dead Redemtion. Sport. Vielleicht. Wahrscheinlich. Ich hasse dieses Wort und alles, was damit gemeint ist. Aber wahrscheinlich hilft es, so nach acht Stunden Büro. Wir werden sehen. Wie heisst es so schön? The future was wide open.
Montag, 6. Juni 2011
Move your feet
Hier sind wir im glücklichen Lalaland des Vorhochzeitschaos. Ja, alles geht, nein, wirklich schlimmes ist nicht passiert und ja, mein Gesicht ist wieder abgeschwollen, danke der Nachfrage.
Termine stehen. Sie haben auch keine Wahl. Wenn ein Termin umfällt und niemand ist da, das Geräusch zu hören, gibt es dann wirklich ein Geräusch? Und wie klingt es?
Und vielleicht sollten wir den Salat getrost abbestellen.
Ab morgen geht es los mit dem Ernstfall, eine Art inneres rien ne va plus, ab diesem Punkt begibt man sich in das wahnsinnige Heart of Darkness der Hochzeitsvorbereitungen. Und zumindest werde ich nie vergessen, wie ich meinen ersten richtigen Urlaub verbracht habe. Aber alles dreht und bewegt sich und irgendwie ist das jetzt nicht mehr in unserer Hand sondern hat so ein eigenartiges Momentum erreicht, was ich eigenartigerweise als ziemlich beruhigend und entspannend empfinde.
Ausserdem habe wir ja ruhige, ruhige, verdammt ruhige Flitterwochen, auf die ich mich freuen kann, wenn mir ein Fingernagel einreisst, ich komische Punkte auf den Armen bekomme oder sonstige kleinere Speedbumps geschehen.
Termine stehen. Sie haben auch keine Wahl. Wenn ein Termin umfällt und niemand ist da, das Geräusch zu hören, gibt es dann wirklich ein Geräusch? Und wie klingt es?
Und vielleicht sollten wir den Salat getrost abbestellen.
Ab morgen geht es los mit dem Ernstfall, eine Art inneres rien ne va plus, ab diesem Punkt begibt man sich in das wahnsinnige Heart of Darkness der Hochzeitsvorbereitungen. Und zumindest werde ich nie vergessen, wie ich meinen ersten richtigen Urlaub verbracht habe. Aber alles dreht und bewegt sich und irgendwie ist das jetzt nicht mehr in unserer Hand sondern hat so ein eigenartiges Momentum erreicht, was ich eigenartigerweise als ziemlich beruhigend und entspannend empfinde.
Ausserdem habe wir ja ruhige, ruhige, verdammt ruhige Flitterwochen, auf die ich mich freuen kann, wenn mir ein Fingernagel einreisst, ich komische Punkte auf den Armen bekomme oder sonstige kleinere Speedbumps geschehen.
Donnerstag, 12. Mai 2011
Eye of the Tiger
Als ich heute vor etwa einer Stunde nach Hause kam war ich von nur einem Gedanken beseelt. Und verzeiht mir diesen Pathos. Mein einziger Gedanke, trotz Regen, voller Blase, langem Tag und medikamenteninduzierten Schläfrigkeit war: "Ich muss etwas finden, was mein Gesicht abschwellen lässt."
Ich schreibe das deswegen so... herrje, wahrscheinlich schreibe ich das überhaupt, weil ich traumatisiert bin. Also, seid meine Selbsthilfegruppe. Ich bin die mit den vielen roten Punkten und den Schwellungen auf den Wangenknochen. Hi.
Das kommt, weil ich bei der Kosmetikerin war. Sowas ist einfach mal eine Scheissidee.
An dieser Stelle muss ich selbstkritisch sein und mich wirklich fragen, was zur Hölle ich mir eigentlich dabei gedacht habe.
Liegt mir sowas? Habe ich jemals gute Erfahrungen damit gemacht, "Schönheitsexperten" an meinen Körper zu lassen? Wie war das mit dem Friseur, hmmm? Einmal sah ich aus wie ein Junge, einmal wie ein Goth und sonst, als wäre ein Pudel auf meinem Kopf explodiert. War mir das eine Lehre? Anscheinend nicht. Und die Maniküre? Das einzige mal, dass ich sowas versuchte, flüchtete ich vorzeitig nachdem ich mit noch nicht getrockneten Fingernägeln Geld auf den Tresen warf. Und ja, der Lack war danach hin, aber das war eher ein Segen.
Also, warum? Warum warum warum?
Ehrliche Antwort: Ich hab keine Ahnung. Vielleicht weil ich in einem Monat wirklich gut aussehen will. Und meine inständige Hoffnung ist, dass bis dahin wieder alles verheilt ist. Im Moment sehe ich so aus, als wär ich in einem Boxring gewesen und nicht auf einem Kosmetikerstuhl. Ich spühre sogar den Drang, laut "ADRIANNE!!!" zu brüllen, egal was die neu eingezogene Nachbarin vom Balkon gegenüber denkt. Die kann mir eh nix, unsere Katze ist viel schöner als ihre.
Aber wahrscheinlich... ist es wirklich eine Art innerer Countdown, der mich solche Dummheiten machen lässt.
Der eitle Teil von mir will morgen nicht zur Arbeit, der pragmatische sieht es wenigstens als Chance, mal das stark abdeckende Makeup einzuweihen.
Nun gut, danke fürs zuhören, liebe Selbsthilfegruppe, ich rolle mich jetzt in einer Ecke zusammen und winsele den Fernseher an.
Ich schreibe das deswegen so... herrje, wahrscheinlich schreibe ich das überhaupt, weil ich traumatisiert bin. Also, seid meine Selbsthilfegruppe. Ich bin die mit den vielen roten Punkten und den Schwellungen auf den Wangenknochen. Hi.
Das kommt, weil ich bei der Kosmetikerin war. Sowas ist einfach mal eine Scheissidee.
An dieser Stelle muss ich selbstkritisch sein und mich wirklich fragen, was zur Hölle ich mir eigentlich dabei gedacht habe.
Liegt mir sowas? Habe ich jemals gute Erfahrungen damit gemacht, "Schönheitsexperten" an meinen Körper zu lassen? Wie war das mit dem Friseur, hmmm? Einmal sah ich aus wie ein Junge, einmal wie ein Goth und sonst, als wäre ein Pudel auf meinem Kopf explodiert. War mir das eine Lehre? Anscheinend nicht. Und die Maniküre? Das einzige mal, dass ich sowas versuchte, flüchtete ich vorzeitig nachdem ich mit noch nicht getrockneten Fingernägeln Geld auf den Tresen warf. Und ja, der Lack war danach hin, aber das war eher ein Segen.
Also, warum? Warum warum warum?
Ehrliche Antwort: Ich hab keine Ahnung. Vielleicht weil ich in einem Monat wirklich gut aussehen will. Und meine inständige Hoffnung ist, dass bis dahin wieder alles verheilt ist. Im Moment sehe ich so aus, als wär ich in einem Boxring gewesen und nicht auf einem Kosmetikerstuhl. Ich spühre sogar den Drang, laut "ADRIANNE!!!" zu brüllen, egal was die neu eingezogene Nachbarin vom Balkon gegenüber denkt. Die kann mir eh nix, unsere Katze ist viel schöner als ihre.
Aber wahrscheinlich... ist es wirklich eine Art innerer Countdown, der mich solche Dummheiten machen lässt.
Der eitle Teil von mir will morgen nicht zur Arbeit, der pragmatische sieht es wenigstens als Chance, mal das stark abdeckende Makeup einzuweihen.
Nun gut, danke fürs zuhören, liebe Selbsthilfegruppe, ich rolle mich jetzt in einer Ecke zusammen und winsele den Fernseher an.
Freitag, 15. April 2011
Instant Karma
Ich bin krank. Nein, ich schreibe jetzt kein selbstmitleidiges "mal wieder" oder so, denn seien wir mal ehrlich, ich bin sowas von knackegesund die letzte Zeit, da ist das schon ok. Klar, zu Hochs gehören auch immer Tiefs.
Und das Hoch war nunmal das Wochenende auf Langeoog. Mit Strand und Sonne und Möwen und allem was dazu gehört. Kurzurlaub mit Wellen und eigenartigen Inselöffnungszeiten. Und bunten Lokomotiven in Regenbogenfarben.
Der Arzt der mich krankschrieb gab nichtmal der Insel die Schuld an der Krankheit. Er gibt der Straßenbahn die Schuld. Das ist hier eine weit verbreitete Meinung. Die Straßenbahn ist hier an fast allen Krankheiten schuld. Selbst die Krankheiten der Radfahrer stammen von den Kollegen, die die Straßenbahn benutzen. Ich weiss nicht, ob das stimmt. Aber "Naja, die Straßenbahn...." ist hier eine allgemeingültige Erklärung fürs Kranksein.
Für hiesige Verhältnisse habe ich wohl einen unerhört langen Arbeitsweg von 40 Minuten. Ich find das eigentlich ganz normal. Das sind... ca. anderthalb Bezirke, (vielleicht zwei mit der S-Bahn) in Berliner Verhältnissen gerechnet. Nur hier fahre ich eben einmal durch die ganze Stadt.
Mein Arbeitsweg ist ich ziemlich cool: Vorbei an einem Hafen im industriellen Niemandsland, an Fabrikgeländen, dann in die bewohnten Gebiete, bis es vorbei an Radio Bremen und der Volkshochschule Richtung Innenstadt geht. Ich fahre täglich an den Stadtmusikanten vorbei. Ok, dafür komm ich ab und zu später nach Hause, wenn meine Straßenbahn durch eine Demo aufgehalten wird. Passiert. Mal sehn, wie oft ich jetzt, wo es wärmer wird auch mal später komme weil ich noch durch die Läden tingel.
Dann geht es zur Domsheide, hier bitte umsteigen. Was immer tricky ist: Entweder rennen und die Bahn erwischen, die gerade einfährt oder 3-4 Minuten warten bis zur nächsten. Meistens mach ich das von der Absatzhöhe der Schuhe abhängig. Meine Art der Tagesform. Mit der Bahn geht es dann über die Weser, dann schnell einen sehnsüchtigen Blick auf das neuste Plakat der Shakespeare-Truppe die hier ansässig ist und weiter bis fast zum Flughafen. Irgendwie..... nein. Sowas kann nicht krank machen.
Und das Hoch war nunmal das Wochenende auf Langeoog. Mit Strand und Sonne und Möwen und allem was dazu gehört. Kurzurlaub mit Wellen und eigenartigen Inselöffnungszeiten. Und bunten Lokomotiven in Regenbogenfarben.
Der Arzt der mich krankschrieb gab nichtmal der Insel die Schuld an der Krankheit. Er gibt der Straßenbahn die Schuld. Das ist hier eine weit verbreitete Meinung. Die Straßenbahn ist hier an fast allen Krankheiten schuld. Selbst die Krankheiten der Radfahrer stammen von den Kollegen, die die Straßenbahn benutzen. Ich weiss nicht, ob das stimmt. Aber "Naja, die Straßenbahn...." ist hier eine allgemeingültige Erklärung fürs Kranksein.
Für hiesige Verhältnisse habe ich wohl einen unerhört langen Arbeitsweg von 40 Minuten. Ich find das eigentlich ganz normal. Das sind... ca. anderthalb Bezirke, (vielleicht zwei mit der S-Bahn) in Berliner Verhältnissen gerechnet. Nur hier fahre ich eben einmal durch die ganze Stadt.
Mein Arbeitsweg ist ich ziemlich cool: Vorbei an einem Hafen im industriellen Niemandsland, an Fabrikgeländen, dann in die bewohnten Gebiete, bis es vorbei an Radio Bremen und der Volkshochschule Richtung Innenstadt geht. Ich fahre täglich an den Stadtmusikanten vorbei. Ok, dafür komm ich ab und zu später nach Hause, wenn meine Straßenbahn durch eine Demo aufgehalten wird. Passiert. Mal sehn, wie oft ich jetzt, wo es wärmer wird auch mal später komme weil ich noch durch die Läden tingel.
Dann geht es zur Domsheide, hier bitte umsteigen. Was immer tricky ist: Entweder rennen und die Bahn erwischen, die gerade einfährt oder 3-4 Minuten warten bis zur nächsten. Meistens mach ich das von der Absatzhöhe der Schuhe abhängig. Meine Art der Tagesform. Mit der Bahn geht es dann über die Weser, dann schnell einen sehnsüchtigen Blick auf das neuste Plakat der Shakespeare-Truppe die hier ansässig ist und weiter bis fast zum Flughafen. Irgendwie..... nein. Sowas kann nicht krank machen.
Dienstag, 29. März 2011
Running Wild
Auch wenn der Titel anderes vermuten lässt läuft hier eigentlich alles wieder in halbwegs geordneten Bahnen. Bis auf die Sache mit dem Keller. Und dem Chaos bei der Arbeit, manche Menschen dürfen einfach keinen Urlaub nehmen, egal wie schlimm das für die ist.
Japan hatte alle ziemlich getroffen, ein Kollege ist mit einer Japanerin verheiratet und da ist die andere Seite der Welt auf einmal sehr viel näher als man glauben würde.
Das Highlight meiner letzten Tage war der Kauf von weissen Schuhen und ein Besuch im Kino. Ok, das mit den Schuhen werden die meisten verstehen, aber das Kino war auch nicht schlecht. Es gab "Die Katze auf dem heissen Blechdach" in OmU. Und auch wenn ich normalerweise auf mehr Explosionen stehe fesselt mich der Film immer wieder.(Ich muss auch immer an die Person denken, mit der ich den Film das erste mal sah.) Und ihn auf einer großen (okok, größeren) Leinwand zu sehen ist schon besonders. Und ich wollte ihn schon sehen bevor Maggie die Katze starb. Wirklich.
Japan hatte alle ziemlich getroffen, ein Kollege ist mit einer Japanerin verheiratet und da ist die andere Seite der Welt auf einmal sehr viel näher als man glauben würde.
Das Highlight meiner letzten Tage war der Kauf von weissen Schuhen und ein Besuch im Kino. Ok, das mit den Schuhen werden die meisten verstehen, aber das Kino war auch nicht schlecht. Es gab "Die Katze auf dem heissen Blechdach" in OmU. Und auch wenn ich normalerweise auf mehr Explosionen stehe fesselt mich der Film immer wieder.(Ich muss auch immer an die Person denken, mit der ich den Film das erste mal sah.) Und ihn auf einer großen (okok, größeren) Leinwand zu sehen ist schon besonders. Und ich wollte ihn schon sehen bevor Maggie die Katze starb. Wirklich.
Sonntag, 13. März 2011
Hard Hand to Hold
Schon wieder ein paar aufregende Wochen mit zuviel Energieausgang und zu wenig Energieeingang. Aber dafür sind ja wohl die Wochenenden da.
Zumindest habe ich meine erste Solodienstreise gut überstanden und ich glaub das lief soweit auch ganz gut. Aber Spanier fahren echt mies Auto. Und Charle de Gaulle ist ein grooooßer Flughafen. Und Absatzschuhe müssen ausgezogen und extra durchleuchtet werden. Jedes. Verdammte. Mal.
Aber es geht gut und es bleibt alles sehr spannend und ganz ehrlich: Es gibt keinen Job den ich im Moment lieber hätte.
Der Frühling ist da und herrje, selbst die Blumen, die ich zu meinem Geburtstag bekommen habe blühen endlich auf. Was will man eigentlich mehr im Leben?!
(Ok, ausser längere Wochenenden und mehr von allem?)
Zumindest habe ich meine erste Solodienstreise gut überstanden und ich glaub das lief soweit auch ganz gut. Aber Spanier fahren echt mies Auto. Und Charle de Gaulle ist ein grooooßer Flughafen. Und Absatzschuhe müssen ausgezogen und extra durchleuchtet werden. Jedes. Verdammte. Mal.
Aber es geht gut und es bleibt alles sehr spannend und ganz ehrlich: Es gibt keinen Job den ich im Moment lieber hätte.
Der Frühling ist da und herrje, selbst die Blumen, die ich zu meinem Geburtstag bekommen habe blühen endlich auf. Was will man eigentlich mehr im Leben?!
(Ok, ausser längere Wochenenden und mehr von allem?)
Sonntag, 27. Februar 2011
Atomic Garden
Okay, der Start ins neue Jahr war recht holprig. Und danach ging es irgendwie auch zwar nicht mehr ganz so holprig aber doch recht schnell weiter.
Aber jetzt ist ja jetzt und es ist fast März (ab dem man übrigens schon einen gesetzlich durchsetzbaren Anspruch auf Frühling und Zwiebelblumen hat, schaut einfach mal ins Gesetz) und damit.... läuft mir hier immernoch alles ein wenig zu schnell, ne halbe Umdrehung pro Sekunde könnte locker raus, aber es ist aushaltbar, solange man die Ohren ein wenig anlegt und ab und zu mit Kratos ein paar Monster bekämpft. Große Monster. Blutige, blutige Kämpfe.
Ich versuche, meine Angst, spießig und langweilig zu werden im Zaum zu halten, eine IKEA-Family-Karte und mehr als vier Teller, die zusammenpassen (nein, das ist KEIN Service!) sind da die ersten Symptome. Und ich trage gerne Jacketts. Aber wahrscheinlich nur, weil sie zu Jeans nen guten Kompromiss darstellen, büroklamottentechnisch.
Ich lese Sachbücher (ok, ich höre Sachbücher, ich lese die Zeit). Ich mache einen Yogakurs (verweigere mich aber dem ganzen shantishantigejaule, also wirklich, als nächstes sollen wir noch unsere Chakren mit Fingerfarben nachzeichnen oder was?!) und habe angefangen, in der Straßenbahn Menschen anzuschnauzen (im überfreundlichen Bremen ein fauxpas erster Güte, besonders, wenn angeschnauzte Person vielleicht schon älter iSv "es gibt ein erstes graues Haar" ist).
Wahrscheinlich finde ich langsam meinen Weg, nach bald einem Jahr hier wirds aber auch verdammt nochmal Zeit.
Sehen wir uns dann alle zur Abgabe der Sammelklage auf Zwangseinführung des Frühlings?
Aber jetzt ist ja jetzt und es ist fast März (ab dem man übrigens schon einen gesetzlich durchsetzbaren Anspruch auf Frühling und Zwiebelblumen hat, schaut einfach mal ins Gesetz) und damit.... läuft mir hier immernoch alles ein wenig zu schnell, ne halbe Umdrehung pro Sekunde könnte locker raus, aber es ist aushaltbar, solange man die Ohren ein wenig anlegt und ab und zu mit Kratos ein paar Monster bekämpft. Große Monster. Blutige, blutige Kämpfe.
Ich versuche, meine Angst, spießig und langweilig zu werden im Zaum zu halten, eine IKEA-Family-Karte und mehr als vier Teller, die zusammenpassen (nein, das ist KEIN Service!) sind da die ersten Symptome. Und ich trage gerne Jacketts. Aber wahrscheinlich nur, weil sie zu Jeans nen guten Kompromiss darstellen, büroklamottentechnisch.
Ich lese Sachbücher (ok, ich höre Sachbücher, ich lese die Zeit). Ich mache einen Yogakurs (verweigere mich aber dem ganzen shantishantigejaule, also wirklich, als nächstes sollen wir noch unsere Chakren mit Fingerfarben nachzeichnen oder was?!) und habe angefangen, in der Straßenbahn Menschen anzuschnauzen (im überfreundlichen Bremen ein fauxpas erster Güte, besonders, wenn angeschnauzte Person vielleicht schon älter iSv "es gibt ein erstes graues Haar" ist).
Wahrscheinlich finde ich langsam meinen Weg, nach bald einem Jahr hier wirds aber auch verdammt nochmal Zeit.
Sehen wir uns dann alle zur Abgabe der Sammelklage auf Zwangseinführung des Frühlings?
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