Es ist Samstag Abend und ich sitze auf der Couch. Ein Bier steht neben mir, die neue CD von Mark Lanegan läuft und die Welt ist gut.
Ich habe ein freies Wochenende und mit frei meine ich F R E I ! ! !
Es gibt keine Termine. Es gibt nichts zu machen. Also ausser dem üblichen Haushaltskram den ich auf morgen schiebe. Aber ich geniesse es. Nichts. Einfach nur... Musik hören. Bier trinken. Ab und zu ein paar Worte reden.
Die letzte Zeit war viel los, so kommt es mir zumindest vor. Klar, alles schön und gut und dank meinem neuen Freund, Bob kann ich nun sagen:"Ja, wir schaffen das!" Ich bringe diesen Satz gerade so ziemlich allen Kollegen bei. Das und zudem viele Worte und Sprüche, die es anscheinend nicht bis nach HB geschafft haben. Einkriegezeck heisst hier Fangen und für Klippo kenne ich nun das schöne Wort Lu. Weiss allerdings nicht, wie man das richtig schön zweisilbig schreien soll. Luuhuuu! Dann doch lieber Klippo. Haben und damit ein Stück weg sein. Eine weitere Redewendung, die hier unbekannt ist. Und vieles vieles mehr, was mir jetzt gerade nicht einfällt.
Aber ich lerne auch dazu: Nächsten Samstag geht es nach Friesland zum Pullensmiten, eine Mischung aus Boßeln (nur eben mit mit Sand gefüllten Wärmflaschen) und Kohlfahrt, wenn ich das richtig verstanden habe. Überhaupt sind Kohlfahrten hier eine ziemlich große Sache. Eine hab ich dieses Jahr auch schon mitgemacht, unter anderem begleitet von einem knapp 3 Meter großem Ficus auf einem Rollbrett. Es gibt wohl einige, die sich an den weiteren Verlauf des Abends nicht mehr in allen Einzelheiten erinnern können, doch auch darüber lerne ich viel: Die Norddeutsche Trinkkultur. Was wirklich eine Kulturform ist, mag man dazu stehen wie man will. Mehr werde ich wahrscheinlich nach meiner ersten richtig großen Kohlfahrt (30 Leute oder so) berichten können und dann eben wirklich auf dem flachen (Fries)Land mit den dazu gehörigen Gepflogenheiten.
Tja, das Leben ist und bleibt spannend. Und Leben und Lernen nehmen in manchmal recht erstaunlichem Maße zu. Mein Spanisch ist langsam so gut, dass ich nach dem Weg zu einer Bücherei fragen kann und merke, wenn ich beschimpft werde. Irgendwann wird mir das garantiert was bringen. Bestimmt. Und ich spiele mit dem Gedanken, wirklich mal mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren, wenn es wärmer wird. Ich habe keine Angst mehr, mich verirren zu können. Eine weitere im Endeffekt ziemlich angenehme Eigenschaft von Bremen: Man kann sich immer an der Weser orientieren und sooo viel fremdes gibt es eh nicht. Ausserdem: Mein neues Handy kann nicht nur ICQ und Skype und Mail sondern auch Navi.
Also: Liebe gut informierte, freizeitliche und orientierte Grüße aus HB!
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