So, heute hab ich ein wenig mehr Zeit. Oder besser: Ich hab sie mir einfach genommen. Ein Tag mal richtig frei. Nachdenken können. Planen. Fühler austrecken wie das denn eigentlich so alles in mir angekommen ist.
Bis jetzt hab ich da nur Sanduhren geernet, Ergebnisse sind also noch nicht zurückgekommen. Langsames Hirn heute.
Dafür kann ich die Zeit mal nutzen, über meine singende klingende Startmaßnahme zu berichten. Es ist ein wenig, als wäre man auf RTL2 gefangen. Und kommt nicht raus.
Egal, welchen Typus man sich da vorstellt, er ist vertreten: Die alternden Bauarbeiter mit den großen Klappen und der leicht militanten Einstellung. (Oh, und geschieden, worüber dann man auch gleich alles erfährt.) Die dicke, schielende allein erziehende Mutter ("Der Junge is 15, der kann alleine zum Krankenhaus fahren."). Das alternde Punkmädchen mit der schlechten Haut und dem fliehenden Kinn... die türkischen Hausfrauen mit den durchs Blondiermittel fast orange gewordenen Haaren, die ihre Handtasche auf den Tisch stellen um dahinter heimlich ihre türkischen Magazine zu lesen. Das böse überschminkte und funkelnde Sternchen, das 20 ist, keinen Ausbildungsplatz bekomen hat, aber eigentlich viel lieber Sängerin werden würde. Die verlebte Barfrau mit der Hausdauerwelle, deren Gesicht immer mehr erzählen wird als ihre einsilbigen Antworten. Und natürlich ich, Marke gescheiterte beinahe-Akademikerin mit gelangweiltem Blick, Strickzeug und beinahe einschlafend.
In dieser Bandbreite passen wir dann alle wieder ganz gut zusammen. Man unterhält sich. Niemand ist gemein zu dem anderen, grenzt jemanden aus.
Die Kurse bestehen aus einem verhuschten Menschen, marke Quereinsteiger oder irgendwas mit Sozial- studiert, die sich vorne in den Raum setzen und anfangen, irgendwas aus einem Skript zu erzählen. Zwar mit Abschweifungen, aber man hört so ein kleines kollektives Seufzen, wenn eine Seite umgeblättert wird. Es gibt viele Pausen, alle rauchen. Mir wurde das zuviel (und zu kalt, da ja meine geliebte Lederjacke noch in B ist) und meist bleib ich oben und stricke weiter.
Generell wird der, der da vorne steht eher wie ein Feind behandelt. Gerade, wenn der Dozent weiblich ist. Dann kommen diese kleinen Halbsätze, Bemerkungen, die so leise gesagt werden dass alles drumherum kichert und die arme Frau "Was war das?" fragen muss. Worauf sie natürlich keine aufschlussreiche Antwort verhält. Der häufigste laut geäußerte Einwurf ist "Wissen sie, da können sie mir jetzt sonstwas erzählen, das interessiert mich alles nicht." Und um ehrlich zu sein: Ich verstehs sogar, obwohl natürlich diese Form der Aufrichtigkeit nicht weiterhilft. Was uns da aufgetischt wird sind Allgemeinplätze. Regelung von Alltag. Wie geht man mit Konflikten um. Wie teilt man sich einen Tag ein. Weder der alte Bauarbeiter noch die türkische Hausfrau können was damit anfangen. Niemand kann das eigentlich.
Tut mir leid, wenn das negativ klingt. Es ist nicht schlimm, es nervt nur. Niemand ist gerne da, auch nicht die Dozenten. Jeder weiss, dass es nichts bringt. Jeder weiss, dass alle anderen das auch wissen.
Aber man kann es aushalten, gerade durch diese verschiedenen Arten von Menschen und deren Lebensansicht lerne ich sehr viel. Und zwar nicht nur über sie, sondern vor allem über mich. Man baut Vorurteile ab, andere verstärken sich natürlich. Aber es sind Menschen, mit denen ich sonst wahrscheinlich keine zwei Sätze gewechselt hätte. Und nun sitzen wir gemeinsam in einem Raum und unterhalten uns. Das ist schon spannend.
Trotzdem brauchte ich heute eine Pause davon. Teil ist, dass ich mich irgendwie recht schlapp fühle, Teil wahrscheinlich auch, dass ich schliesslich noch ein ganz paar Wochen dafür Zeit habe und nicht gleich am ersten Tag nach der Zeitumstellung aus den Federn kam. (Teil ist auch, dass ich in der Mittagspause nicht mit der singenden Azubinen-Anwärterin shoppen gehen wollte, feige und sozial inkompetent von mir, ich weiss.) Na gut, soviel erstmal von hier, ich lebe in den Tag hinein... und habe heute fest vor, mich zumindest ein wenig zu langweilen. Ich freu mich sogar darauf.
Montag, 29. März 2010
Samstag, 27. März 2010
Cigarettes and Chocolate Milk
Hiya, nur ganz kurz, wollte bescheid sagen dass ich jetzt aufgrund von Nachfrage auch die Kommentarfunktion eingeschaltet habe. Und wenn alles klappt müsste sie (tadaaaaa!) unter diesem Eintrag das erste mal mit dabei sein.
Ich schreib später nochmal ausführlich, besonders von meinen Eindrücken von dieser Startmaßnahme. Aber jetzt will ich erstmal Kaffee trinken, dann Einkaufen und dann lecker kochen.
Fühlt euch gedrückt, egal ob ihr jetzt von Spanien oder vielleicht sogar Chile (kann man hoffen?) zurück auf dem Weg nach B seid oder gerade einen entspannten Tag in B. verbringt.
Ich schreib später nochmal ausführlich, besonders von meinen Eindrücken von dieser Startmaßnahme. Aber jetzt will ich erstmal Kaffee trinken, dann Einkaufen und dann lecker kochen.
Fühlt euch gedrückt, egal ob ihr jetzt von Spanien oder vielleicht sogar Chile (kann man hoffen?) zurück auf dem Weg nach B seid oder gerade einen entspannten Tag in B. verbringt.
Mittwoch, 24. März 2010
Stiff upper lip
Nachtrag quasi... Klausur ist vorbei und ich denk das war nichts. Bin nichtmal zur letzten Aufgabe gekommen. Nuja. Nächstes Semester werden ich und Fabianca (das isn Skript, da darf ich mich zuerste melden, ausserdem: Ich BIN der Esel!) da nochmal nen Angriff wagen. Dafür wurde ich mit nem Bier abgeholt, wer kann das schon von sich behaupten? Aus dem Hörsaal raus, eine mir bekannte orangene Tasche angesteuert und schwups, hatte ich ein Bier in der Hand und wurde in den Arm genommen. Vielleicht wars das schon beinahe wert.
Will sagen: Ist scheisse, dass es so gelaufen ist, aber mir gehts gut.
Jetzt gibts mehr Bier und SCHNITZEL!!!
Will sagen: Ist scheisse, dass es so gelaufen ist, aber mir gehts gut.
Jetzt gibts mehr Bier und SCHNITZEL!!!
Dienstag, 23. März 2010
New Math
Ich glaube diese Zeit lässt sich unter "Planung wird überbewertet" zusammenfassen. Und jetzt sitz ich hier schon ein paar Minuten und weiss nicht, wo ich anfangen soll.
Also: Im Amt sind nicht alle böse oder mein Sachbearbeiter trennt zumindest sein Arbeitsleben vom Privatleben, wo er dann vielleicht doch satanistische Messen besucht, Kätzchen quält oder alte Omas mitten auf der Straße stehen lässt und ihnen zudem noch die Einkäufe stielt. Wer weiss. Es sind ja meist die harmlos aussehenden....
Aber das ist zumindest gut gelaufen, Termin Nummer drei folgt wohl so in zwei Wochen. Yeeeha!
Oh, und morgen ist meine Klausur, wo wir schon gerade beim Bösen sind (hier abgrundtief, schwarz eingefärbt und wenig bis keine Hoffnung zulassend). Okok, ich bin eben Pessimist. Vielleicht wird es ja auch. Momentan hält sich zumindest die Panik noch in Grenzen, ist ja auch schonmal was. Aber das externe Rechnungswesen und ich? Wir werden keine Freunde. Ich glaub ich würd ihm nichtmal ne Weihnachtskarte schicken.
Aber wir werden sehen was da rauskommt, morgen zwischen 15:30 und 17:30 können zumindest alle mal ganz fest die Daumen drücken.
Was mir da auch Sorgen macht: Eine Klausur in 2 Stunden?! Wie soll man das denn schaffen?! Das letzte mal hatte ich eine zweistündige Klausur wärend der Schulzeit!
Aber na gut, sehen wir alles morgen.
Und danach: Schon wieder eine Planänderung, da werde ich dann erstmal für eine Woche in so eine Startmaßnahme reingeworfen, wo ich alles mögliche über Themen wie Gesundheit, Kommunikationsfähigkeit und (mein Liebling:) Objektivierung des Selbstbildes lernen werde. Zum Glück hab ich mein Strickzeug. Aber: Ich werde berichten.
Es ist eigenartig hier zu leben ohne zumindest die Basisausstattung zu haben. So hab ich als einzige Schuhe meine Winterstiefel (Absatzhöhe: 9cm) und als jackenartiges meinen Wintermantel. Wär ich McGyver bräuchte ich wahrscheinlich nur ein Taschenmesser und etwas Klebeband um mir eine ganz neue Garerobe zu basteln.
Sonst klappt aber alles ziemlich gut hier. Ich habe mein Zimmer (bombastisch groß), einen Schreibtisch, wunderbares Teil, und eine Couch. Nun... ich denke jeder der mich kennt weiss, dass ich es schaffe auch ohne viel eigenes Zeug den Raum aussehen zu lassen, als wäre eine Bombe eingeschlagen. Aber das schieb ich momentan (recht feige) auf den Lernmarathon den ich hier gerade hinlege.
Falls ihr euch fragt, wie Bremen denn so ist muss ich sagen: Ich habe keine Ahnung. Seitdem ich hier bin war ich einmal in der Innenstadt (ich brauchte einen Gesetzestext und Karteikarten für die Klausur), dreimal bei Ämtern und ein paar mal beim Supermarkt an der Ecke. Das Wetter scheint zumindest schön zu sein.
Herrje, wahrscheinlich vergess ich hier gerade die Hälfte.
Auch wenn das alles gerade etwas nörgelig klingt, mir geht es gut, ich werde umsorgt und gepflegt, habe noch nicht nachts den Mond angeheult und laufe (eigenartigerweise trotz des ganzen Krams) ziemlich rund. Denk ich.
Was es sonst noch gab: Gewonnenes Müsli, telefonieren in der Sonne, eine eigene Telefonnummer (die ihr bekommt sobald mein Telefon hier ist), viel Mezzomix ( :-) ), den Begriff "Polarkreis des Glücks", Mobileewetten und natürlich verdammt viele Lernkarteikarten (say hello to my 300+ little frrriiiiendsss!).
Also: Im Amt sind nicht alle böse oder mein Sachbearbeiter trennt zumindest sein Arbeitsleben vom Privatleben, wo er dann vielleicht doch satanistische Messen besucht, Kätzchen quält oder alte Omas mitten auf der Straße stehen lässt und ihnen zudem noch die Einkäufe stielt. Wer weiss. Es sind ja meist die harmlos aussehenden....
Aber das ist zumindest gut gelaufen, Termin Nummer drei folgt wohl so in zwei Wochen. Yeeeha!
Oh, und morgen ist meine Klausur, wo wir schon gerade beim Bösen sind (hier abgrundtief, schwarz eingefärbt und wenig bis keine Hoffnung zulassend). Okok, ich bin eben Pessimist. Vielleicht wird es ja auch. Momentan hält sich zumindest die Panik noch in Grenzen, ist ja auch schonmal was. Aber das externe Rechnungswesen und ich? Wir werden keine Freunde. Ich glaub ich würd ihm nichtmal ne Weihnachtskarte schicken.
Aber wir werden sehen was da rauskommt, morgen zwischen 15:30 und 17:30 können zumindest alle mal ganz fest die Daumen drücken.
Was mir da auch Sorgen macht: Eine Klausur in 2 Stunden?! Wie soll man das denn schaffen?! Das letzte mal hatte ich eine zweistündige Klausur wärend der Schulzeit!
Aber na gut, sehen wir alles morgen.
Und danach: Schon wieder eine Planänderung, da werde ich dann erstmal für eine Woche in so eine Startmaßnahme reingeworfen, wo ich alles mögliche über Themen wie Gesundheit, Kommunikationsfähigkeit und (mein Liebling:) Objektivierung des Selbstbildes lernen werde. Zum Glück hab ich mein Strickzeug. Aber: Ich werde berichten.
Es ist eigenartig hier zu leben ohne zumindest die Basisausstattung zu haben. So hab ich als einzige Schuhe meine Winterstiefel (Absatzhöhe: 9cm) und als jackenartiges meinen Wintermantel. Wär ich McGyver bräuchte ich wahrscheinlich nur ein Taschenmesser und etwas Klebeband um mir eine ganz neue Garerobe zu basteln.
Sonst klappt aber alles ziemlich gut hier. Ich habe mein Zimmer (bombastisch groß), einen Schreibtisch, wunderbares Teil, und eine Couch. Nun... ich denke jeder der mich kennt weiss, dass ich es schaffe auch ohne viel eigenes Zeug den Raum aussehen zu lassen, als wäre eine Bombe eingeschlagen. Aber das schieb ich momentan (recht feige) auf den Lernmarathon den ich hier gerade hinlege.
Falls ihr euch fragt, wie Bremen denn so ist muss ich sagen: Ich habe keine Ahnung. Seitdem ich hier bin war ich einmal in der Innenstadt (ich brauchte einen Gesetzestext und Karteikarten für die Klausur), dreimal bei Ämtern und ein paar mal beim Supermarkt an der Ecke. Das Wetter scheint zumindest schön zu sein.
Herrje, wahrscheinlich vergess ich hier gerade die Hälfte.
Auch wenn das alles gerade etwas nörgelig klingt, mir geht es gut, ich werde umsorgt und gepflegt, habe noch nicht nachts den Mond angeheult und laufe (eigenartigerweise trotz des ganzen Krams) ziemlich rund. Denk ich.
Was es sonst noch gab: Gewonnenes Müsli, telefonieren in der Sonne, eine eigene Telefonnummer (die ihr bekommt sobald mein Telefon hier ist), viel Mezzomix ( :-) ), den Begriff "Polarkreis des Glücks", Mobileewetten und natürlich verdammt viele Lernkarteikarten (say hello to my 300+ little frrriiiiendsss!).
Dienstag, 16. März 2010
Extraordinary machine
Mal wieder ein Lied was den Nagel auf den Kopf trifft. If there was a better way to go it would find me...
Sorry, gerade ein wenig sonderbar drauf. Schieben wir es auf die Episode und den Serotoninmangel. Und auf Bonnie Prince Billy und sein Livealbum.
Sitze in meinem Zimmer. An meinem Schreibtisch. Nicht auf meinem Stuhl, der ist in Berlin sondern auf einem Gartenstuhl mit zwei Kissen damit die Höhe stimmt. Aber trotzdem ein komisches Gefühl.
Die letzten Tage... naja, wieder ab nach Bremen, dann am nächsten morgen früh (und ich meine früh, aufstehen um 6 Uhr IST früh) raus und den Ämterhürdenlauf hinter mich gebracht. Das Ummelden war ok, das Hartz4-Zeugs.... nicht so. Die Sachbearbeiterin war unfreundlich und gestresst und ich hatte das Gefühl dankbar sein zu müssen, dass sie mir wenigstens den Antrag gegeben hat. Vor allem das Unverstäbndnis warum ich nach Bremen ziehe... also ok, klar, toll ist das nicht für die, ein Arbeitsloser mehr... aber da schwang bei der...Dame (insert irony here) auch noch was persönliches mit. Sie hätte ja immer nach Berlin gewollt und deswegen verstünde sie das nicht. (Berlin ist echt was entgangen mit der.) Aber sie könne das auch verstehen, wahrscheinlich ist das auch ermüdent nach ein paar Jahren, dieser ganze Trubel und immer was los. Hmmm.... ich glaub da hat jemand die Essenz von Berlin genau verstanden. Ich war jeden Abend auf mindestens 3 Partys. Und die ganzen Drogen. Und die Szene. Und all das. Klar.
Na gut. ich will mich nicht mehr darüber aufregen. Heute war besser. Zwar Episode aber besser. Ein wenig lernen. Vor Epi. Ein wenig Ruhe. Ein wenig Zimmer einräumen. Essen gekocht bekommen (schmelz) und jetzt.... sitze ich hier. Eben immernoch ein wenig... eigenartig drauf, ein wenig introspektiv drauf, aber.... das geht vorbei.
Ich und Veränderungen eben.
Sorry, gerade ein wenig sonderbar drauf. Schieben wir es auf die Episode und den Serotoninmangel. Und auf Bonnie Prince Billy und sein Livealbum.
Sitze in meinem Zimmer. An meinem Schreibtisch. Nicht auf meinem Stuhl, der ist in Berlin sondern auf einem Gartenstuhl mit zwei Kissen damit die Höhe stimmt. Aber trotzdem ein komisches Gefühl.
Die letzten Tage... naja, wieder ab nach Bremen, dann am nächsten morgen früh (und ich meine früh, aufstehen um 6 Uhr IST früh) raus und den Ämterhürdenlauf hinter mich gebracht. Das Ummelden war ok, das Hartz4-Zeugs.... nicht so. Die Sachbearbeiterin war unfreundlich und gestresst und ich hatte das Gefühl dankbar sein zu müssen, dass sie mir wenigstens den Antrag gegeben hat. Vor allem das Unverstäbndnis warum ich nach Bremen ziehe... also ok, klar, toll ist das nicht für die, ein Arbeitsloser mehr... aber da schwang bei der...Dame (insert irony here) auch noch was persönliches mit. Sie hätte ja immer nach Berlin gewollt und deswegen verstünde sie das nicht. (Berlin ist echt was entgangen mit der.) Aber sie könne das auch verstehen, wahrscheinlich ist das auch ermüdent nach ein paar Jahren, dieser ganze Trubel und immer was los. Hmmm.... ich glaub da hat jemand die Essenz von Berlin genau verstanden. Ich war jeden Abend auf mindestens 3 Partys. Und die ganzen Drogen. Und die Szene. Und all das. Klar.
Na gut. ich will mich nicht mehr darüber aufregen. Heute war besser. Zwar Episode aber besser. Ein wenig lernen. Vor Epi. Ein wenig Ruhe. Ein wenig Zimmer einräumen. Essen gekocht bekommen (schmelz) und jetzt.... sitze ich hier. Eben immernoch ein wenig... eigenartig drauf, ein wenig introspektiv drauf, aber.... das geht vorbei.
Ich und Veränderungen eben.
Mittwoch, 10. März 2010
Dienstag, 9. März 2010
All hell is breaking loose
Ich glaub das Lied ist von Kiss und eigentlich gar nicht mal so toll. Aber mein eigentlicher Ohrwurm (einer von mehreren Ohrwürmern die bei Stress auf heavy rotation in meinem Kopf laufen), das Forellenquintett, ist für die meisten glaub ich zu wenig greifbar.
Heute war mein offiziell letzter Arbeitstag. Ausserdem war heute der erste Tag an dem ich wieder in B bin. Eigentlich wollte ich lernen. Oder besser: LERNEN. Also richtig produktiv sein. Schaffen. Begreifen. Zuordnen. Verknüpfen. Aber es kam anders.
Ich will jetzt auch nicht zu melodramatisch werden. Aber durch einen Gedankenanschubser kam ich auf die Idee, mich mal um das Amtliche zu kümmern, was dann einen relativ unangenehmen Dominoeffekt hatte. Ich will jetzt auch nicht in Details gehen, aber Fazit des Ganzen ist, dass ich am Samstag oder Sonntag erstmal wieder in HB aufschlage. Und dann dort am Montag (hoffentlich alles am Montag) einen lustigen Ämtersprint (wo hab ich nochmal meine Ausgabe von Krieg und Frieden für die Wartezeit?) hinlege. Danach werde ich dann Bremerin sein. Ummeldung. Unter anderem. So als weitere Sache die daraus resultiert.
Dass das ganze natürlich auch eine nicht unbedeutende emotionale Umwälzung ausgelöst hat muss ich ja glaub ich nicht erst erwähnen. Ist eben alles... hart. Für mich, die ich Veränderungen so hasse. Und für mich, die echt gerne Zeit zum Lernen hätte.
Aber jetzt heisst es erstmal Unterlagen zusammenkramen, am Donnerstag nochmal zur Arbeitsstelle, die Geschäftsführerin mit Messer, Pfefferspray oder was mir sonst so einfällt bedrohen um an meine Unterlagen ranzukommen... (sorry, aber ist echt ein Sauladen was sowas angeht)... alles kopieren... work, work, work.
Also hab ich mich lerntechnisch vom Perfektionisten in mir verabschiedet und das Katastrophenkommando mit all seinen tollen Parolen à la "Du hast nur verloren wenn Du gar nicht erst zur Klausur hingehst.", "Komm schon, das wird!" und natürlich dem allerseits beliebten Klassiker "Morgen wirds besser." rangelassen. Quick and dirty heisst die neue Devise. Reinpauken was ins Kurzzeitgedächtnis geht, auswendig lernen, was nicht verstanden wird.
Tja. Das war mein montagesker Dienstag. Einmal alles anders, einmal alle Pläne umgeworfen...
Ich würd gern sagen dass ich trotz alldem ziemlich ruhig bin. Zu einem gewissen Grad wäre das auch richtig. Der logische Teil in mir zeigt sich zumindest von der Entwicklung wenig überrascht. Hat wohl schon was geahnt und einfach nicht bescheid gegeben. Aber der emotionale Part... meldet eine gewisse Orientierungslosigkeit. Eine Panik. Ein "Ok. Ok.... wir machen erst das und das und dann das und dann... keine Ahnung." Ungefähr das Gefühl aus der Schule wenn bei einer Klausur ein Thema rankam zu dem einem partout nichts einfiel. Diese Unruhe, etwas, alles, tun zu müssen, aber nicht zu wissen wie.
Klar, ich kann das alles schaffen. Werd ich auch. Wird schon. Aber im Moment fühlt es sich sehr sehr eigen an. Nicht falsch verstehen, ich will nach HB. Klar. Ich wünschte nur, dass es stressfreier und im Moment weniger auf Kosten meines Studiums gehen würde.
Na gut, das wars von hier... ich versuch den Kopf frei zu bekommen und: Morgen wirds besser, bestimmt.
PS: Was es in den letzten Tagen sonst so gab: Flashing Grannies, Kirchenbesuche, verdammt gutes Essen und eine Abhängigkeit für Burnout 3. Zuviele Frauenzeitschriften, zuviele Episoden und viel viel TLC.
Heute war mein offiziell letzter Arbeitstag. Ausserdem war heute der erste Tag an dem ich wieder in B bin. Eigentlich wollte ich lernen. Oder besser: LERNEN. Also richtig produktiv sein. Schaffen. Begreifen. Zuordnen. Verknüpfen. Aber es kam anders.
Ich will jetzt auch nicht zu melodramatisch werden. Aber durch einen Gedankenanschubser kam ich auf die Idee, mich mal um das Amtliche zu kümmern, was dann einen relativ unangenehmen Dominoeffekt hatte. Ich will jetzt auch nicht in Details gehen, aber Fazit des Ganzen ist, dass ich am Samstag oder Sonntag erstmal wieder in HB aufschlage. Und dann dort am Montag (hoffentlich alles am Montag) einen lustigen Ämtersprint (wo hab ich nochmal meine Ausgabe von Krieg und Frieden für die Wartezeit?) hinlege. Danach werde ich dann Bremerin sein. Ummeldung. Unter anderem. So als weitere Sache die daraus resultiert.
Dass das ganze natürlich auch eine nicht unbedeutende emotionale Umwälzung ausgelöst hat muss ich ja glaub ich nicht erst erwähnen. Ist eben alles... hart. Für mich, die ich Veränderungen so hasse. Und für mich, die echt gerne Zeit zum Lernen hätte.
Aber jetzt heisst es erstmal Unterlagen zusammenkramen, am Donnerstag nochmal zur Arbeitsstelle, die Geschäftsführerin mit Messer, Pfefferspray oder was mir sonst so einfällt bedrohen um an meine Unterlagen ranzukommen... (sorry, aber ist echt ein Sauladen was sowas angeht)... alles kopieren... work, work, work.
Also hab ich mich lerntechnisch vom Perfektionisten in mir verabschiedet und das Katastrophenkommando mit all seinen tollen Parolen à la "Du hast nur verloren wenn Du gar nicht erst zur Klausur hingehst.", "Komm schon, das wird!" und natürlich dem allerseits beliebten Klassiker "Morgen wirds besser." rangelassen. Quick and dirty heisst die neue Devise. Reinpauken was ins Kurzzeitgedächtnis geht, auswendig lernen, was nicht verstanden wird.
Tja. Das war mein montagesker Dienstag. Einmal alles anders, einmal alle Pläne umgeworfen...
Ich würd gern sagen dass ich trotz alldem ziemlich ruhig bin. Zu einem gewissen Grad wäre das auch richtig. Der logische Teil in mir zeigt sich zumindest von der Entwicklung wenig überrascht. Hat wohl schon was geahnt und einfach nicht bescheid gegeben. Aber der emotionale Part... meldet eine gewisse Orientierungslosigkeit. Eine Panik. Ein "Ok. Ok.... wir machen erst das und das und dann das und dann... keine Ahnung." Ungefähr das Gefühl aus der Schule wenn bei einer Klausur ein Thema rankam zu dem einem partout nichts einfiel. Diese Unruhe, etwas, alles, tun zu müssen, aber nicht zu wissen wie.
Klar, ich kann das alles schaffen. Werd ich auch. Wird schon. Aber im Moment fühlt es sich sehr sehr eigen an. Nicht falsch verstehen, ich will nach HB. Klar. Ich wünschte nur, dass es stressfreier und im Moment weniger auf Kosten meines Studiums gehen würde.
Na gut, das wars von hier... ich versuch den Kopf frei zu bekommen und: Morgen wirds besser, bestimmt.
PS: Was es in den letzten Tagen sonst so gab: Flashing Grannies, Kirchenbesuche, verdammt gutes Essen und eine Abhängigkeit für Burnout 3. Zuviele Frauenzeitschriften, zuviele Episoden und viel viel TLC.
Dienstag, 2. März 2010
I write the B-Sides
Ich hab das Buch lange nicht mehr gelesen, aber ich glaub das war so: Es gibt den Gott der großen Dinge und den Gott der kleinen Dinge. Und der Gott der kleinen Dinge ist zwar nicht unwichtiger, aber man kann sich immer sagen, dass es größeres gibt. Schlimmeres passiert. Besseres.
Ich hab die letzten Tage viel daran gedacht.
Denn einerseits lebe ich im Moment im Lande des Gottes der kleinen Dinge. Ich lerne und ärgere mich über das Gelernte und über das nicht Verstandene. Über die Sinnlosigkeit davon. Über die Angst vor der Klausur. Ich werde krank und muss einen Tag lernen aussetzen und mache mir schon wieder Sorgen um das Lernpensum. Ich frage mich, was man zu einer Taufe anzieht und ob ich noch weiss, wie man so ein Gesangsbuch in der Kirche benutzt. Das alles sind kleine Dinge. Sie können die Träume beeinflussen und einen beschäftigen, aber es gibt anderes, größeres.
Den Gott der großen Dinge hatte ich auch zu Gast, die letzten Tage. Das waren dann die Stunden zwischen der Erdbebenmeldung von Chile und den Worten meiner Freundin, sie sei ok. Es war komisch, wie beides nebeneinander existierte. Wie ich lernte, mir den Kopf über Buchungssätze zerbrach und mir dabei über etwas so viel größeres Sorgen machte. Wie das eine weitergeht wenn etwas anderes kommt.
Aber es ist alles ok und ich merke mal wieder, wie froh ich doch mit dem Gott der kleinen Dinge sein kann. Klar, es ist alles nervig und Zeit hat man eh nie und schaffen kann man das alles auch nie.
Aber seien wir doch mal ehrlich: Es gibt größeres, wichtigeres.
Cheers Darling, pass auf Dich auf!
Ich hab die letzten Tage viel daran gedacht.
Denn einerseits lebe ich im Moment im Lande des Gottes der kleinen Dinge. Ich lerne und ärgere mich über das Gelernte und über das nicht Verstandene. Über die Sinnlosigkeit davon. Über die Angst vor der Klausur. Ich werde krank und muss einen Tag lernen aussetzen und mache mir schon wieder Sorgen um das Lernpensum. Ich frage mich, was man zu einer Taufe anzieht und ob ich noch weiss, wie man so ein Gesangsbuch in der Kirche benutzt. Das alles sind kleine Dinge. Sie können die Träume beeinflussen und einen beschäftigen, aber es gibt anderes, größeres.
Den Gott der großen Dinge hatte ich auch zu Gast, die letzten Tage. Das waren dann die Stunden zwischen der Erdbebenmeldung von Chile und den Worten meiner Freundin, sie sei ok. Es war komisch, wie beides nebeneinander existierte. Wie ich lernte, mir den Kopf über Buchungssätze zerbrach und mir dabei über etwas so viel größeres Sorgen machte. Wie das eine weitergeht wenn etwas anderes kommt.
Aber es ist alles ok und ich merke mal wieder, wie froh ich doch mit dem Gott der kleinen Dinge sein kann. Klar, es ist alles nervig und Zeit hat man eh nie und schaffen kann man das alles auch nie.
Aber seien wir doch mal ehrlich: Es gibt größeres, wichtigeres.
Cheers Darling, pass auf Dich auf!
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