Dienstag, 9. März 2010

All hell is breaking loose

Ich glaub das Lied ist von Kiss und eigentlich gar nicht mal so toll. Aber mein eigentlicher Ohrwurm (einer von mehreren Ohrwürmern die bei Stress auf heavy rotation in meinem Kopf laufen), das Forellenquintett, ist für die meisten glaub ich zu wenig greifbar.

Heute war mein offiziell letzter Arbeitstag. Ausserdem war heute der erste Tag an dem ich wieder in B bin. Eigentlich wollte ich lernen. Oder besser: LERNEN. Also richtig produktiv sein. Schaffen. Begreifen. Zuordnen. Verknüpfen. Aber es kam anders.

Ich will jetzt auch nicht zu melodramatisch werden. Aber durch einen Gedankenanschubser kam ich auf die Idee, mich mal um das Amtliche zu kümmern, was dann einen relativ unangenehmen Dominoeffekt hatte. Ich will jetzt auch nicht in Details gehen, aber Fazit des Ganzen ist, dass ich am Samstag oder Sonntag erstmal wieder in HB aufschlage. Und dann dort am Montag (hoffentlich alles am Montag) einen lustigen Ämtersprint (wo hab ich nochmal meine Ausgabe von Krieg und Frieden für die Wartezeit?) hinlege. Danach werde ich dann Bremerin sein. Ummeldung. Unter anderem. So als weitere Sache die daraus resultiert.

Dass das ganze natürlich auch eine nicht unbedeutende emotionale Umwälzung ausgelöst hat muss ich ja glaub ich nicht erst erwähnen. Ist eben alles... hart. Für mich, die ich Veränderungen so hasse. Und für mich, die echt gerne Zeit zum Lernen hätte.
Aber jetzt heisst es erstmal Unterlagen zusammenkramen, am Donnerstag nochmal zur Arbeitsstelle, die Geschäftsführerin mit Messer, Pfefferspray oder was mir sonst so einfällt bedrohen um an meine Unterlagen ranzukommen... (sorry, aber ist echt ein Sauladen was sowas angeht)... alles kopieren... work, work, work.

Also hab ich mich lerntechnisch vom Perfektionisten in mir verabschiedet und das Katastrophenkommando mit all seinen tollen Parolen à la "Du hast nur verloren wenn Du gar nicht erst zur Klausur hingehst.", "Komm schon, das wird!" und natürlich dem allerseits beliebten Klassiker "Morgen wirds besser." rangelassen. Quick and dirty heisst die neue Devise. Reinpauken was ins Kurzzeitgedächtnis geht, auswendig lernen, was nicht verstanden wird.

Tja. Das war mein montagesker Dienstag. Einmal alles anders, einmal alle Pläne umgeworfen...

Ich würd gern sagen dass ich trotz alldem ziemlich ruhig bin. Zu einem gewissen Grad wäre das auch richtig. Der logische Teil in mir zeigt sich zumindest von der Entwicklung wenig überrascht. Hat wohl schon was geahnt und einfach nicht bescheid gegeben. Aber der emotionale Part... meldet eine gewisse Orientierungslosigkeit. Eine Panik. Ein "Ok. Ok.... wir machen erst das und das und dann das und dann... keine Ahnung." Ungefähr das Gefühl aus der Schule wenn bei einer Klausur ein Thema rankam zu dem einem partout nichts einfiel. Diese Unruhe, etwas, alles, tun zu müssen, aber nicht zu wissen wie.

Klar, ich kann das alles schaffen. Werd ich auch. Wird schon. Aber im Moment fühlt es sich sehr sehr eigen an. Nicht falsch verstehen, ich will nach HB. Klar. Ich wünschte nur, dass es stressfreier und im Moment weniger auf Kosten meines Studiums gehen würde.

Na gut, das wars von hier... ich versuch den Kopf frei zu bekommen und: Morgen wirds besser, bestimmt.

PS: Was es in den letzten Tagen sonst so gab: Flashing Grannies, Kirchenbesuche, verdammt gutes Essen und eine Abhängigkeit für Burnout 3. Zuviele Frauenzeitschriften, zuviele Episoden und viel viel TLC.

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