Ich hab das Buch lange nicht mehr gelesen, aber ich glaub das war so: Es gibt den Gott der großen Dinge und den Gott der kleinen Dinge. Und der Gott der kleinen Dinge ist zwar nicht unwichtiger, aber man kann sich immer sagen, dass es größeres gibt. Schlimmeres passiert. Besseres.
Ich hab die letzten Tage viel daran gedacht.
Denn einerseits lebe ich im Moment im Lande des Gottes der kleinen Dinge. Ich lerne und ärgere mich über das Gelernte und über das nicht Verstandene. Über die Sinnlosigkeit davon. Über die Angst vor der Klausur. Ich werde krank und muss einen Tag lernen aussetzen und mache mir schon wieder Sorgen um das Lernpensum. Ich frage mich, was man zu einer Taufe anzieht und ob ich noch weiss, wie man so ein Gesangsbuch in der Kirche benutzt. Das alles sind kleine Dinge. Sie können die Träume beeinflussen und einen beschäftigen, aber es gibt anderes, größeres.
Den Gott der großen Dinge hatte ich auch zu Gast, die letzten Tage. Das waren dann die Stunden zwischen der Erdbebenmeldung von Chile und den Worten meiner Freundin, sie sei ok. Es war komisch, wie beides nebeneinander existierte. Wie ich lernte, mir den Kopf über Buchungssätze zerbrach und mir dabei über etwas so viel größeres Sorgen machte. Wie das eine weitergeht wenn etwas anderes kommt.
Aber es ist alles ok und ich merke mal wieder, wie froh ich doch mit dem Gott der kleinen Dinge sein kann. Klar, es ist alles nervig und Zeit hat man eh nie und schaffen kann man das alles auch nie.
Aber seien wir doch mal ehrlich: Es gibt größeres, wichtigeres.
Cheers Darling, pass auf Dich auf!
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