Sonntag, 26. Dezember 2010

Kidnap the Sandy Claws

HoHoHo und allen ein fröhliches Weihnachten! Eigentlich wollte ich noch ein Bild unserer Weihnachtspalme (zu faul für nen Baum) machen, aber... selbst dafür bin ich zu faul.
Was, wie man merkt, ein Thema im Moment ist. Faulheit. Oder Muße, wie es positiv gefärbt unsere Großeltern wahrscheinlich noch nannten. Ich hab zumindest beschlossen, das ich das brauche. Zwischen den Jahren hab ich mir frei genommen, quasi mein erster Urlaub, was sich komisch anfühlt, aber auch verdammt cool. Und jetzt? Muße. Verdammt viel davon, bitte die XXL-Familienpackung. Supersize.
Kochen. Schlafen. Einfach nur mit nem Tee in der Hand aus dem Fenster starren, so stell ich mir das vor.
Also, allen ein fröhliches (Rest)Weihnachtsfest, rutscht gut und was auf jeden Fall auf meine Liste mit den guten Vorsätzen für 2011 kommt ist regelmäßiger zu schreiben, versprochen!

Sonntag, 7. November 2010

Bloody Bunnies

Seufz, der Herbst kam für mich dieses Jahr nicht leise an, mit kühleren Abenden und dem ersten verfärbten Blatt, er überrollte mich sozusagen mit Zeitumstellung, rutschigem Gehwegslaub und Sprühregen. Es ist eigenartig, die Zeit scheint für mich im Moment eh zu rennen, kaum fängt die Woche an, ist auch schon mindestens Mittwoch. Kann aber auch daran liegen, dass ich bei der Arbeit relativ gut zu tun habe. Klar, ist sehr viel angenehmer, als die ganze Zeit nur auf den Monitor zu starren und geschäftig auszusehen, aber das erste Mal den Rechner runterzufahren und nicht alles geschafft zu haben was man schaffen wollte ist dann doch schon eine recht eigene Geschmacksrichtung, weiss nicht, ob ich mich an sie gewöhnen werde.

Ich will jetzt auch hier nicht den Workaholic raushängen lassen, ich bin nicht davon überzeugt, dass der Laden ohne mich nicht bestehen könnte, arbeite auch nicht bis 20 Uhr oder so, nehme mir auch keine Arbeit nach Hause mit, aber.... es zieht an. Und darüber freu ich mich zwar, aber... verdammt, es ist eben alles noch so sehr neu. Ich meine, klar, die Stelle wurde neu geschaffen, deswegen gibt es keine vorgefertigten Wege, nicht mal Trampelpfade. Weswegen einige Dinge immernoch frustrierenderweise länger brauchen und aufwendiger sind als sie später sein werden oder wahrscheinlich sein müssten, würde ich mich nur schon besser auskennen und Erfahrung haben. Es ist spannend, aufregend, anstrengend und zum Teil auch ein wenig nervend zugleich.

Sonst: Wir haben uns einen Kater zugelegt, der offenbar eine gespaltene Persönlichkeit hat. Ab und zu ist er extrem verschmust, verschnurrt und verflauscht, dann ist er wieder der größte Rowdy aller Zeiten. Wahrscheinlich ist das nur das Alter, ich plane auf jeden Fall, ihn zu einem fetten und faulen Kater werden zu lassen, einer selbstheizenden, schnurrenden Bettrolle. Mal schaun, ob das klappt.

Und Besuch kündigt sich an, Geburtstage sind eh da (diese ganzen Skorpione, tch!) und ich hangel mich immernoch von einem Wochenende zum nächsten, von einer Todoliste zum "muss ich das wirklcih heute machen?" und von einem friedlichen Einschlafen zum nächsten den Wecker verfluchen. Leben eben, oder?

PS: Versucht noch in Scott Pilgrim Vs. The world reinzugehen, der Film ist super!

Sonntag, 17. Oktober 2010

Proud Mary

Ok, erstmal zur Helden und Schurken Party auf die wir gegangen sind. Mein Kostüm war spitze, ein Arbeitskollege hatte den treffenden Einfall. Sagen wir es mal so:
Ein leeres Heft: 2,30 Euro
Ein Haarreif mit großer Satinschleife: 2,90 Euro.
Die Gesichter der anderen Partygänger (verdammt viele Catwomen und es gab sogar einen Frodo, der nen klasse Moonwalk konnte) wenn sie erraten, dass man als Anne Frank gekommen ist: Unbezahlbar.
Nein, es war wirklich eine gelungene Party und.... ja, ich trug natürlich mehr als ein Heft und einen Haarreif. Und ich bewies beim Makeup echt Mut zur Hässlichkeit. Aber.... das war es wert.
Sonst... lebe ich mich langsam in den Job ein, fange an, von wir und uns zu reden, wenn ich über die Firma spreche, bin abends ein klitzeklein wenig wacher... Babysteps.
Hmmm.... viel gibt es eigentlich nicht zu erzählen, kleine Wesen werfen zwar ihren Schatten voraus, aber wenigstens keine großen Ereignisse.
War heute bei einer eigenartigen Kunstausstellung und merkte mal wieder: Ich bin ein Banause. Wahrscheinlich sollten die Installationen einem genau dieses Gefühl geben was mich zu einem super Kunstversteher machen würde, aber sicher bin ich mir nicht...

Montag, 27. September 2010

When Heroes go down

Hi, ihr alle!

Ich wollt mich nur schnell melden und sagen: Ja, ich lebe noch. War in den letzten Tagen ziemlich viel los, ich sage mal Bowling in der friesischen Pampa, Fahren eines Skoda Octavia Kombi (streng nach Navi ohne wirklich zu wissen wohin), böse Steuermenschen, nette Finanzbuchhalterinnen mit verdammt guten Jui Jitsu-Kenntnissen (die kannte sogar meine alte Kampfsportschule und hat so ziemlich alles gewonnen was man als Amateur gewinnen kann), Zimmerumbau, Besuch von Orten die zwar erst nächstes Jahr wichtig werden aber.... herrje, wenn man eben was online bestellt... will man wissen wie es aussieht... sowas alles.

Im Endeffekt: Ich war viel unterwegs und auch sonst war viel los. Aber ich meld mich trotzdem bald, am Wochenende, vielleicht früher (ja, Keule, Daffi, ich höre meinen AB ab).

A propos Wochenende: Als welche Schurkin oder Heldin sollte ich mich verkleiden? Ist so ne Themeparty, anscheinend (oder wir sind die einzigen verkleideten, kicher.)
Aber: Kein Lack, kein Leder und generell nichts zu aufweniges. Also, wem was einfällt, meldet Euch! (Bis jetzt scheint Lara Croft das einzig halbwegs machbare zu sein, wenigstens hätte ich dann genug Stauraum ohne ne Handtasche mitschleppen zu müssen.)

Bis dahin fühlt Euch alle mal geknuddelt, ich husche mal lustig weiter.

Mittwoch, 15. September 2010

Working in a coal mine

Sooo, da bin ich mal wieder, nach längerer Abwesenheit. Es ist viel passiert, ich hab viel erlebt... herrje, wo fange ich an? Ich glaub ich zähl das nicht alles auf. Aber ich hab jetzt den Job angefangen und soweit läuft da alles gut. Also... noch Einarbeitung und so richtig weiss ich noch nicht, wann ich wie wo was machen soll. Und klar, das macht mich schon ein wenig wuschig, aber irgendwie gehört das wohl dazu.

Oh, und ich wurde natürlich gleich mal wieder krank, weswegen ich jetzt auch von zu Hause aus schreibe. Typisch. Ich habe alles versucht, dass es nicht so kommt, aber manches... scheint wohl einfach Schicksal zu sein. Mittelohrentzündung als Schicksal. Grummel, thanks, life!

Aber im Endeffekt, bis auf die Umstellung, die Krankheit, das nicht wissen wo wann was zu tun ist... läuft alles ganz gut. Fühle mich nur (auch jenseits der Krankheit) ziemlich ruhebedürftig. Nichts neues bitte (ausser meiner PSP, die ich mir geleistet habe, hehe), keine großen Projekte (ausser denen, die eh schon laufen, aber das wird ja eh erst nächstes Jahr wirklich planungsintensiv).... nur.... Ruhe. Entspannung.
Das wär mal schön.

Ansonsten, der Job: Erstmal muss ich schreiben, dass alle wirklich sehr sehr nett sind. Also... extrem gutes Betriebsklima. Ein wenig eigenartig, alle duzen sich, das ist gerade für mich schon gewöhnungsbedürftig. Das Büro in dem ich sitze gleicht einem Dschungel (wird zumindest von allen auch so genannt), überall Pflanzen. Gerade ist eine Bananenstaude zum Überwintern hinzugekommen, ich hab sie erstmal Greta getauft. Irgendwie muss man sich ja auch seine Marotten erkämpfen.

Ist eben komisch, morgens aus dem Haus, abends zurück, acht Stunden jeden Tag woanders zu sein wenn man gewohnt war, eigentlich nur daheim zu sein. Meine Orga leidet noch ziemlich darunter. Und ich brauche mehr bürotaugliche Klamotten.
Ich fremdel eben immernoch. Aber wie ich mich kenne ist das nichts, worüber ich mir ernsthaft Gedanken machen muss. Und es ist schön, wieder im juristischen Bereich angekommen zu sein, dazu noch im international agierenden juristischen Bereich, englisch telefonieren, englische Verträge... all das ist extrem entspannend, aber auch aufregend.

Gerade (also vor der Krankheit, auf dem Rückweg setzten die Halsschmerzen ein) habe ich mein Kennenlernen in der Hauptzentrale beendet, gelegen in der friesischen Pampa. Werd da wohl ab und zu sein, wie es aussieht. Da wurde ich dann auch durch Produktionshallen geführt, Schaltkästen, Generatoren.... alles so groß, dass ich mich fühlte, als wäre ich als Zwerg in einem Modellbaukasten gestrandet.

Und ich habe herausgefunden, dass ich eine starke und überzeugte Abneigung gegen Hotelzimmer habe. Egal wie schön, egal, wie groß der Luxus, da können sie überall Bücher hinstellen, tolle Fernseher, Fußbodenheizungen... mir egal, das fühlt sich immernoch mies an, da mit seinem Köfferchen reinzuspazieren.

Morgen geht es jetzt erstmal ins Büro, richtig fit bin ich zwar noch nicht, aber wohl nicht mehr ansteckend. Und ich hab ja noch Probezeit, also macht die Krankheit dieses gefühlte Damoklesschwert über meinem Kopf auch nicht gerade stumpfer. Und ich weiss, dass ich da übertreibe. Dass ich, sobald ein Problem, Job finden, Vorstellungsgespräch, erster Tag ect. vorbei ist, mir gleich was neues suche, um das ich mich sorgen kann. Aber... was soll ich tun? So bin ich nunmal, vielleicht auch nur im Moment.

Sonntag, 22. August 2010

I wanna be sedated

Zurück aus Berlin und morgen geht es ab in den neuen Job.

Aufregung, dieses kleine halb panische halb freudige "omygodomygodomygod" wird mich wohl heute begleiten.

Aber es scheinen da alle ganz nett zu sein, und am ersten Tag werden sie mir schon nicht den Kopf abreissen. Nächste Woche geht es dann wohl erstmal zum Hauptsitz der Firma, wo wir (also die anderen Neuzugänge der Firma und ich) einmal durch den Betrieb geführt werden.

Berlin war schön, sehr shoppinglastig da ich ja eigentlich keine bürotauglichen Klamotten hatte.... aber in einer unbeschreiblichen (und hoffentlich auch unwiederholbaren weil das war echt anstrengend) Aktion wurde das auch ganz gut gemeistert. Ich habe jetzt 3 Jacketts, 3 Stoffhosen, einen Anzug, 3 Pullis, ein Shirt, 9 Hemden und ein paar neue Schuhe. Oh, und eine Jeans, aber das ist glaub ich weniger Büro.... War hart aber irgendwie auch in der Absurdität ganz lustig.

Und heute.... scharre ich mir Startlöcher, versuche, positiv zu denken (wie schlimm kann es schon sein, fast gesichtsblind und nen mieses Namensgedächtnis zugleich bei nem neuen Job zu haben?) und wusel immernoch mit auspacken beschäftigt durch die Gegend.

Ich meine... klar, ich bin aufgeregt und das alles. Genau wie vor dem ersten Vorstellungsgespräch. Und dem zweiten. Aber ich glaub langsam bekomm ich eine Art stoische Routine im aufgeregt sein. Ich akzeptiere sie.

Zen, Baby!


PS: Note to self: Rewatch "Life"

Mittwoch, 11. August 2010

Dance the night away

... drei kurze Dinge:

1. Rotes Mountain Dew schmeckt nicht.

2. Ich bin ab morgen in B.

3. Ich hab den Job. :-)

Dienstag, 10. August 2010

Island in the Sun

Wie war das? Mögest Du in interessanten Zeiten leben - der alte chinesische Fluch? Weiss gar nicht ob das wirklich stimmt. Und seien wir doch mal ehrlich, interessant ist doch heute schonmal was und in unserer schnelllebigen Gesellschaft wahrscheinlich schon mehr als man eigentlich denken möchte.
Und diese Zeiten sind ja nicht nur schön sondern auch verdammt cool und einfach mal rockend.

Übers Wochenende waren wir in... nein.... auf Wangerooge. Insel. Auf. Hallo, Präpositionshasi!

War sehr sehr schön. Ich habe gelernt, dass Sand wirklich nicht aufzuhalten ist, Seesterne gar nicht so glitschig sind.... und Möwen im Stechschritt marschieren. Unter anderem. War eben mal was ganz anderes, Kurzurlaub, einfach mal raus. Luftveränderung (Reizklima nannte sich das, wir blieben aber friedlich). Im Meer hab ich zwar nicht gebadet (da sind doch Fische drin und vielleicht sogar der weisse Hai oder Megashark oder giant Octopus, weiß doch jedes Kind) aber die Füße reingesteckt. Es gab Sonne, Strand und ganz viel Zeit.

Wieder daheim gelandet geht es auch gleich umtriebig weiter: Ich habe morgen mein zweites Vorstellungsgespräch (selbe Firma wie die erste, menno, ich war so froh als das hinter mir war, warum denn nochmal, ich hab denen doch alles erzählt!) aber meine Nervosität hält sich in Grenzen. Noch. Fragt mich nochmal um 22 Uhr. Oder besser nicht.

Danach werd ich wohl ein wenig die Flügel ausbreiten.... freu ich mich auch mal wieder drauf. Soviel erstmal von hier, bis bald (und bei einigen: bis Übermorgen, hoffentlich!)

PS: Ja, dieses Bild von genau diesem Sonnenuntergang muss hier rein!

Sonntag, 1. August 2010

Rocky Mountain Way

Sonntag. Verdienter Sonntag. Das Vorstellungsgespräch ist gut über die Bühne gegangen. Also... glaub ich. Hatte zumindest nen gutes Gefühl. Wenn sie mich nicht wollen, deren Ding, gibt ja immer jemanden der toller und besser ist, darf man dann nicht persönlich nehmen. Aber es war als ich erstmal drinnen saß, drei Menschen gegenüber die erstmal anfingen mich mit Visitenkarten zu bewerfen, ziemlich gut.

Trotzdem war es hart. Das Gespräch nicht so sehr, aber eben der Film den ich davor hatte. Danach war dann alles supi, ich bekam Mountain Dew serviert und wurde nach Hause kutschiert. Perfekt. Natürlich kam einen Tag danach mal wieder ne Episode. Klar. Aber war ja quasi schon eingeplant.

Jetzt muss ich erstmal wieder auftauchen. Also... zurück an die Oberfläche kommen, zum Luft holen. Ein wenig shopping wird helfen. Ein wenig inlinen auch. Schwimmen. Kino, ich will unbedingt in Toy Story 3. Jaja, mal wieder Pläne, Pläne, Pläne. Aber ist auch schön, das wieder zu können.

Sonst gibt es nicht viel Neues (oder ich habs nicht mitbekommen weil ich den Kopf im Sand hatte). Meine Gloria Dei hat drei Knospen. Was sehr cool ist, weil die bis jetzt mein Sorgenkind war. Aber das wars eigentlich schon.

Dienstag, 27. Juli 2010

Plug in Baby

Ich hasse hasse HASSE es krank zu sein. Schnupfen. Im Sommer. Sowas gehört verboten! Aber jetzt ist er zum Glück fast vorbei und die Energie kommt langsam wieder. All die Sachen die ich letzte Woche schleifen lassen musste. Hier fliegt zur Zeit sowieso wieder ein wenig mehr Freizeit rum als noch vor ein paar Wochen. Sehr angenehm.



Die Krankheitszeit konnte ich mir zum Glück mit der Playstation und einem neuen Spiel (dessen Name mir immer entfällt) versüßen. Das Spiel ist herrlich, so Rollenspiel-Manga-Scheiß, aber in lustig: Frank der Ninja, Hilda, die Vampirin, die sich in eine rosa Fledermaus verwandeln kann, 6jährige Piratenkapitäne die einen Kidnappen und dann cranky werden... sowas alles. Kurzweil. Da fällt es mir kaum noch auf, dass ich so gut wie gar nicht mehr lese. Ok, ab und zu mal nen Artikel in der Zeit, weil ich ein schlechtes Gewissen habe, aber sonst... menno. Muss ich auch mal wieder. Dafür hab ich beide Staffeln von Sons of Anarchy gesehen, ist doch auch schonmal was, oder?

Bevor ich mich in eine überdimensionale Schniefnase verwandelte gab es zum Glück noch ein Songs and Whispers Konzert. Wieder total schön, diesmal sogar mehr Publikum und: Als hätte man sie bestellt Ballons am Himmel. Also... die Dinger mit Gondel, nicht die Rummeldinger in Spongebob-Form. Obwohl die da auch reingepasst hätten, skuril geht ja immer.




Ich fiebere meinem Vorstellungsgespräch entgegen. Überlege jetzt schon was ich anziehe, wie ich hinkomme... was ich sage... eben mal wieder das, was jeder Kontrollmensch durchmacht, wenn er keine Kontrolle hat: Sich sorgen und 24/7 daran denken. Auf der anderen, logischen (kleineren, ja, ich gebs zu) Seite versuch ich, das ganz cool zu sehen. Mach Dich nicht verrückt, schaus Dir einfach mal an... blablabla. Nein, klappt noch nicht so gut. Aber das sich Gedanken machen nervt schon ziemlich. Und wenn es dann nur erst genug nervt wird sich der Schalter ganz automatisch umlegen auf: Es, is mir doch egal, ich geh da einfach hin.
Hoff ich.

Tja, sonst nicht viel erlebt. Hey, ich bin schon froh, dass ich langsam nicht mehr wie Janis Joplin auf Helium klinge.

Bald werd ich wohl mal wieder flügge werden.

Sonntag, 18. Juli 2010

Children of the revolution

Na? Ist das nicht schnell? Krieg ich nen Keks fürs häufiger posten? Büüüüüütteeeeee!
Seufz, ich habs nicht zur Badeinselregatta geschafft. Viiiel arbeit und es sah nach Regen aus und abends hatten wir eh was vor... jajaja, ich gebs zu. Ich bin faul. Und regenscheu.
Aber hier sind wie versprochen einige Fotos:




Mittwoch, 14. Juli 2010

I´m a little dinosaur

Jajaja, ich bin mal wieder ein wenig abgetaucht. Sorry. Es gab eben WM. Und ich hatte Besuch. Und lernte danach die Post-Besuchsdepression auch gleich ein wenig kennen. Gehört wahrscheinlich dazu, wenn man ne gute Zeit hat.

Und nein, wir haben sowas von nicht das geschafft was wir wollten. War auch viiiiel zu heiss. Wir haben es ja nichtmal zu Stereo Total geschafft. Es war heiss und wir waren faul. Lagen im Garten und lackierten uns die Fußnägel zu der Stimme von Rocko Schamoni. Aber so bleibt uns auch mehr erlebbares fürs nächste mal. Und klar, haben wir es auf die Breminale geschafft. Musik, laue Nächte, Deich und Fußball.

Danach... ach, das wirklich eigenartige ist ja, dass für so ne kleine Stadt hier eigentlich immer was los ist... bald gibt es wohl das Viertelfest, das Überseestadtfestival, dann irgendein Festival in Osnabrück, dann eine Badeinselregatta und die Sail natürlich. Dinge über Dinge sozusagen.

Trotzdem geht es heute erstmal ans Wasser und dann ins Kino, Predators will ja auch geschaut werden und mir ist es echt egal, was die Kritiken darüber sagen. Das sind niedliche kleine missverstandene Weselchen die nur spielen wollen. So ein wenig wie die Fraggles, falls sich noch jemand an die erinnert.

Ansonsten versinkt eigentlich jegliche Form von halbwegs planbarer Aktivität in einem Meer von "Es ist heiss!" Was heissen will: Ich bin im Moment ein totaaaal faules Stück das gerade mal schafft ab und zu ne Fuhre Wäsche auf die Leine zu schmeissen und die Pflanzen nicht allzusehr austrocknen zu lassen. Wir haben jetzt auch eine gelbe Peperoni und eine Paprika. Und Koriander (ok, der sieht echt kränkelnd aus, muss wohl bald vernascht werdenaber immerhin).

Was gibt es sonst noch hier im Lalaland? Hmmm... naja, ich glaub ich bin ein wenig, also ein klitzewenig braun geworden. Nicht viel, aber ich glaub da ist jetzt so ein wenig weniger Blässe als sonst. Weiss noch nicht wie ich das finde, aber LSF 50 reicht eben auch nur so und so lange. Oh, und es gab ein Feuerwerk und ein Riesensteak. Bilder werden nachgereicht. Und: Ich habe in ein paar Wochen mein erstes Bewerbungsgespräch. Krass, oder? Da macht man ne Mail auf, denkt sich "ach, noch ne Absage" und dann.... Vorstellungsgespräch. Sehr spannender Job. Aber ich versuche, nicht zu sehr ins Sabbern zu kommen. Weil.... erstes Vorstellungsgespräch. Das wird wahrscheinlich nichts. Aber immerhin.

Und zur Feier des Tages (und weil ich nen schlechtes Gewissen habe wegen lange nicht mehr Schreiben und noch nichtmal Fotos und so) hier wenigstens was zum böse kichern und Kindheitserinnerungen zerstören:

Dienstag, 29. Juni 2010

Pure

Soooo, ich hab mich einigermaßen an mein neues Notebook gewöhnt. Ich liebe es immernoch heiss und innig aber ich wische nicht mehr nach jedem Benutzen die Fingerabdrücke von der Tastatur. Es ist vom "neuen megacoolen Teil" zum "supernützlichen und zuverlässigen Gebrauchsgegenstand" geworden.

Und ich brauchte es die letzten Tage. Die Einsendearbeiten für BWL und VWL standen an. Ich hab mir zwar ziemlich die Zähne daran ausgebissen Formeln mit dem PC zu schreiben aber jetzt, gerade wo ich das einigermaßen kann brauche ich es nicht mehr. Feeeeeertig. Na gut. Fast. Noch Name drauf. Ausdrucken. Abschicken. Aber eigentlich fertig.

Und es ist endlich Sommer hier! Ich trage Kleider (und viel zu kurze kurze Hosen) und brauche meinen Sonnenschutz und laufe Barfuß im Haus rum.... Morgen geht hier die Breminale los... das ist so ein Open Air Musikfest an der Weser... von Mittwoch bis Sonntag. Wenn ich das Programm sehe komme ich mir vor wie im Restaurant: Ich nehme heute das, das, davon ein wenig, davon nur einen Haps probieren falls mir das andere nicht zusagt.... herrlich. Und das Wetter wird auch mitspielen. Und es gibt Besuch aus der Heimat, damit da auch jemand auf mich aufpasst und ich nicht wieder versuche zu stagediven. Oder ich muss sie abhalten. Mal sehn.

Sonst ist hier alles bestens.... ich habe eine neue Rose zum Einpflanzen (New Dawn, wem sowas was sagt) und meine Geranien (ja, sowas schreibe ich, ganz spiessig, meine Geranien) blühen eh wie der Teufel. Langsam glaube ich, ich hab gar kein so schlechtes Händchen für Pflanzen, solange ich nur nicht vergesse sie zu giessen...

Kurzzeitig gab es wieder etwas Aufregung, the return of the nemesisesque Lateralknubbel. Aber das geht auch gerade wieder zurück und so muss ich keine Karte ziehen mit "Gehen Sie in das Krankenhaus. Begeben Sie sich direkt dort hin." Entspannend, das.

Es gibt viele ruhige Abende. Kerzenschein, Wein, Bier, Sterne, Balkon, (Autan)... und viele schöne volle Tage mit neuen Kochideen, Bewerbungen, Studium und den vielen anderen Dingen die man so macht und sich am Abend dann trotzdem nicht dran erinnert. Tut mir leid, wenn das hier wie das Happylalaland klingt, aber es fühlt sich eben auch so an.

Oh, noch neues in Kürze: Das Nachbarhaus hatte kurzzeitig kein Dach, was für uns sehr laut war/ist aber krass aussah.... Fotos gibts dazu noch, bin nur zu faul die Kamera zu suchen... WM macht Spaß, solange man nett zu den lieben Polizisten ist und niemand mit leeren Flaschen wirft ... wir haben eine fleischfressende Pflanze namens Paul, von der ich die Meeris lieber fernhalte - obwohl man daraus ein spannendes Duell a la "Jenseits der Donnerkuppel" machen könnte, wer gewinnt, fleischfressende Pflanze oder pflanzenfressendes Meerschwein?

Donnerstag, 17. Juni 2010

Rock of Ages

**** nur ein kurzer Zwischenbericht****
Mein neuer PC ist angekommen und ich liebe liebe LIEBE ihn. Ich weiss, ich reagiere da immer ein wenig extrem bei sowas aber.... was solls. Dafür ging zumindest der heutige Tag drauf. Computer hallo sagen. Namen ausdenken. Kram installieren. Sowas alles. Battlefield spielen (und beim ersten Level und der einfachsten Stufe kläglichst versagen... 3 mal hintereinander).
Aber ich bin sehr sehr glücklich. Oh, es gab noch ein niedliches kleines Konzert von was was Songs and Whispers heisst und wo ich garantiert nicht das letzte mal war.
Ok. Fazit des ganzen: Life is good und das kalte kalte Wochenende kann gerne kommen.

Dienstag, 15. Juni 2010

Waterloo Sunset

Ich habe gerade meine siebte Bewerbung abgeschickt. Jay! Diese blöden Online-Berwerbungsmasken gehen mir allerdings gehörig auf den Geist. Aber was solls, der Job klingt spannend und das ist ja schliesslich, worauf es ankommt.

Ansonsten ist mal wieder viel passiert, es gab einen sehr schönen Geburtstag mit vielen vertrauten und freundlichen Gesichtern... jaja, Heimat und so. Auf jeden Fall war das Super, wenn auch durch Episode etwas anstregender als gewollt.

Ich hab mich gestern mal aufgerafft und bin einfach ein wenig durch HB gegondelt. Wurde ja auch Zeit.

Fazit: (ok, nicht nur von gestern, aber... eben so neues) Ich hab einen Second Hand Laden gefunden der cool aussieht. Wie fand ich den? Ich stieg spontan aus und folgte einer Straße. Weil... wenn die Berliner Straße heisst muss das schon nen Zeichen sein. Es gibt keine Broschüren mit Netzspinnen. In keinem einzigen Servicepoint. Mein entdeckter Chinaladen ist wirklich so gut wie gedacht, endlich Saucen- und Tofunachschub! Die Pommes beim Scharfrichter sind und bleiben gut. Kann man noch so oft probieren. Aber wenn da gerade WM übertragen wird hat man eben einen Grund mehr reinzugehen und einfach mal was zu futtern. Oh, und es gibt in Bremen ein Bermudadreieck was (wenn es nach mir geht) seinem Namen alle Ehre tun wird.

Tja, sonst? Dieses Festival am Europahaven war gut, wir waren nur viel zu selten da, schäm. Aber bald ist Breminale und eigentlich auch irgendwas mit Feuerwerk mitte Juli und... herrje, verpassen tut man immer was. Aber hier ein Panoramablick, wie das so aussah...


Und letztes Wochenende gab es mal wieder ein lustiges töte oder werde getötet. Also... es werden PCs zusammengestöpselt (das dauert mal länger mal noch länger, hindert aber nicht großartig, am Abend Spaß zu haben) und dann wird quasi virtuell Einkriegezeck gespielt. Nur mit böseren Waffen, heheeee. Und so schlecht war ich auch nicht. Was wohl daran lag, dass die anderen Bier tranken und ich mich an Cola festkrallte. Aber hey, Doping is ja dabei nicht verboten! (Und ja, Keule, wir sehn uns in Karkand!)

Herrje... was noch... das kommt davon wenn man so selten schreibt.... morgen geh ich vielleicht zu einer Münzauktion, shibby. Ich hab mir einen neuen PC gekauft und sabbere jetzt (relativ penetrant und nervig) auf dessen Ankunft. Ich hab einen Blumenkasten mit Kräutern bepflanzt, irgendwie muss ich wohl ein so eigenartiges Bild abgegeben haben, dass ich gleich fotografiert werden musste. Oh, und ich sehe sehr viel WM-Fußball. Keine Ahnung, warum. Aber spannend ist es ja schon irgendwie. Vielleicht mal zum nächsten Deutschlandspiel irgendwie raus.... ausser, da kommt der Computer an, natürlich.

Freitag, 4. Juni 2010

Helter Skelter

Was hat einen Sprachfehler und liegt am Strand? Eine Nuschel!

Sorry, das musste sein, bevor ich den vergesse. Und ich trag ihn schon viel zu lange mit mir rum.

Der letzte Post ist erst ein paar Tage her aber irgendwie... sind die Tage im Moment breiter als lang. Also... nicht "Boah bin ich breit"-breiter. Sondern... ok, egal. Vielleicht sollte ich auch sagen... intensiver. So.

So war ich jetzt das erste mal im Schwimmbad, was hier läppische 1,3 km entfernt ist. Ganz nett da, wenig los, aber dafür hat man Ruhe, kann seine Bahnen zu schwimmen ohne dass das zum Slalom wird. Das war am Dienstag.
Heute ist der erste Tag ohne Muskelkater davon. Ja, ich bin verdammt schlecht. Aber wie bei fast allem in dem ich verdammt schlecht bin: Es macht mir Spaß.

Ich glaub ja seit langem dass das so mein persönlicher kleiner Fluch ist: In dem, was mir am meisten Spaß macht nie gut sein zu können. So ein wenig Florence Foster Jenkins in klein. Aber auch die kann man ja irgendwie bewundern.

Ok, wo war ich? Muskelkater. Das lässt mich auch darüber nachdenken ob Bouldern wirklich so das Richtige für mich ist. Vielleicht erstmal ein wenig Muskeln aufbauen und dann...

Sonst... bin ich endlich über meinen Schatten gesprungen und habe meine erste Bewerbung abgeschickt. Nein, wird wahrscheinlich nichts, aber der Damm hat nen fetten Riss und bald werde ich den Arbeitsmarkt mit meinen Bewerbungen überfluten, bis jeder dritte Arbeitgeber mein Gesicht und meinen Namen kennt. Ha!

Oh, und es gab noch einen weiteren Gang zum Amt, aber wieder alles total nett und freundlich. Keine Ahnung, irgendwie hab ich das dumme Gefühl ich bin die einzige, die da immer mit nem Lächeln rauskommt. Alle anderen (also nicht die Sachbearbeiter, die äääh.... "Kunden") sind sowas von gereizt! Tch!
Na gut, soviel in Kürze von hier.


PS: Was liegt am Strand, hat einen Sprachfehler und einen Schnupfen? Eine Niesnuschel!

Montag, 17. Mai 2010

Mein Baby war beim Frisör


Nein, ich war beim... naja. Haareschneiden. Die Sommerfrisur ist eingetroffen und ich freu mich, die Wolle los zusein. (Ich hoffe Ka steht auf Partnerlook.)
Und jajaja, ich packe ja schon weiter.

Freitag, 14. Mai 2010

Das seh ich erst wenn ich´s glaube

Angekommen, mal wieder, mal wieder mehr oder weniger. Momentan noch leicht angematscht, aber das meiste wurde schon durch eine Nacht gesunden Schlaf (mit der Unterbrechung durch eine SMS, wach werden war selten so angenehm) bekämpft. Sonst: Stress, Stress. Stress, quasi, jeder Tag ist mit Dates belegt, dazwischen gibt es die beiden Dauerpunkte Hausarbeit und Zeug zusammensuchen. Aber es macht auch Spaß, gestern eine sympathische neue Kneipe kennengelernt und eine Fussballwette abgeschlossen. Sowas aber auch.

Oh, und ich kann nicht mehr Inline fahren. Nur noch Inline rollen. Ich denke sobald ich da versuche Tempo zu machen verpasse ich dem Asphalt eine Massage mit meinem Hintern. Deswegen: Laaaaaangsam. Gaaaaanz langsaaaaaaam. Und ja, natürlich darf gekreischt werden wenn man Angst hat. Wir sind schliesslich auf Inlinern und nicht im Krieg!

Was gibt es sonst noch? Torkelnde Hunde, umgebaute Bibliotheken, Chuck wurde verlängert, which practically already made my day, Kisten die gepackt werden wollen, Menschen die gesehen werden wollen, und verdammt viel Bier.

Dienstag, 11. Mai 2010

Leaving on a jetplane

Saw that one coming, right?

Okeeee, bis jetzt ist alles gut. Die Meeris sind sauber und machen ihren üblichen Meeriblödsinn, seitdem sie ihren Auslauf in meinem Zimmer bekommen haben (will sagen: sie ärgern sich und wenn einer am anderen Ende des Auslaufs in die Möhre beisst... schnappt man sich dann die, die direkt neben einem liegt oder geht man zu dem anderen und klaut dem seine... für die beiden ist diese Frage nicht existent.)

Es gibt mal wieder neue Dinge oder Dinge, die neu für mich sind. Neue Waage gekauft. Baum gepflanzt. Druckertreiber installiert (beim dritten Anlauf). Eine Karaokebar besucht. Ok, das war wirklich cool und eigenartig. Der Laden ist hier quasi um die Ecke, eine Laufdistanz von einer Zigarette und einem halben Bier. Das Publikum ist bunt gemischt, aber verdammt eigenartig. Schwule mit zuviel Kajal treffen auf den Gröpelinger Jungmädchentyp (über die spezielle weise sich anzuzeihen und zu schminken hab ich schon gesprochen, oder? Also... den tragen nicht nur junge Mädchen, klar. Aber denen verzeiht mans...), alten Übriggebliebenen und ein paar wirklichen Könnern, was das Singen angeht, die sich da ihre 4 Minuten Bewunderung abholen. Alles sehr gut durchmischt und herzlich. Mit Tanz zwischen den einzelnen Singrunden. Muss zu meiner Schande gestehen, zu Lady Gaga getanzt zu haben. Schähm. Da war ich aber nicht das letzte Mal, aber singen werd ich trotzdem nicht. Nee nee nee.

Da das ganze auch relativ feuchtfröhlich wurde war dann der Sonntag doch eher ruhig. Zootiersuppe löffeln (die mir hoch an meine Vegetiercouch gebracht wurde, ha, neidisch?!) und dabei Serien sehen. Alles ausser Supernatural. Ich bin doch nicht blöd und schau mir das alles vor dem Staffelfinale an. Pffft. Man lernt doch.

Den Rest der Zeit sitze ich entweder in der Unijurabücherei (Juridicum genannt, nen tolles Wort für eine Bücherei mit gerade mal 5 Kopierern), ärgere mich über die Hausarbeit, rätsel über die Hausarbeit oder bin generell mies drauf wegen der Hausarbeit. Ja, ich mach das ziemlich intensiv. Jetzt muss es nur noch arbeitsintensiv werden. Drückt mir die Daumen!

Aber daneben geht das Leben natürlich weiter. Momentan mariniert ein Braten in Rotweinsauce im Kühlschrank, ich muss Krams zusammenpacken... sowas alles. Und mir ist aufgefallen, dass ich seit über einem Monat nicht mehr an der PS2 war. Wie soll ich so jemals besser werden? Aber dafür (und nein, es gibt da keinen Zusammenhang) ist die letzte Episode aber auch schon über zwei Wochen her. Toll, ne?

Dienstag, 4. Mai 2010

Donna Clara

Da wir gerade das ganze Tanz in den Mai/Tag der Arbeit-Wochenende hinter uns haben denk ich ist das doch mal ein sehr schöner Titel. Ne?

Ich hänge gerade (leider erst bis zu den Knöcheln, eigentlich müsste ich schon bis zur Hüfte drinstecken) in einer ZPO-Hausarbeit. 25 Seiten. Noch diesen Monat fällig. Eeeek. Und hab ich ne Ahnung davon oder war das was, was ich nur auf Lücke gelernt habe? Na? Wer will raten? Anyone? Anyone? (Wer weiss, aus welchem Film dieses Zitat stammt bekommt nen Keks. Vielleicht.)

Und nein, ich habe nicht in den Mai getanzt. Und auch bei irgendeiner Walpurgisnachtfeier konnte man mich nicht finden. Ich blieb ganz brav daheim, genehmigte mir ein Wannenbad, Harry Dresden als Audiobook und ein Bier und war rundherum ein braves Mädchen. Am nächsten Tag brachte man mir dann die Tradition des Maispaziergangs näher. Netter Brauch, man schnappt sich Bier und läuft durch die Gegend. Und wir wurden nur einmal vom Regen überrascht! Sonntag gab es dann eine Hafenrundfahrt. Auf einer Kogge. Was einfach mal riiichtig cool war. Also... so nen wirklich altes Schiff, ein Bierchen und die ganze Zeit das Verlangen, Dinge wie "Yarrrrrr!" oder "Arrrr, mateys!" zu sagen.

Und heute war ich an der Uni. Ok, noch nicht für die Hausarbeit, da werd ich zum Ende der Woche nochmal tätig werden, wenn die Panik weiter ansteigt und ich so einen groben Überblick habe wohin denn die ZPO-Reise gehen soll. Fußnoten, ich brauche Fußnoten! Und Rechtsstreits.

Sonst... ist das Befinden eigentlich ziemlich gut. Ich komm eben nur zu nichts. Also... ich weiss nicht, wieviele nicht gesehene Episoden das jetzt schon sind, aber ich denke ich könnte mindestens einen Tag nur mit Serien verbringen. Und ich vermisse sie ja auch. Aber... ich geh im Moment echt früh ins Bett, so um Mitternacht. Und wer denkt, dass ich dadurch dann morgens früher wach bin? Nicht so sehr. Ich schlafe total viel, bin vielleicht Opfer der Frühjahrsmüdigkeit geworden. Ok, die Wochenendaktivitäten sprechen dagegen, eigentlich, aber... ein wenig Antriebslosigkeit spielt wahrscheinlich auch mit rein. Generelle Erschöpfung. Ab und zu such ich nach Jobs. Traue mich aber nie, mich zu bewerben. Also... das wird noch. Denk ich. Ist eben nur im Moment ein Hänger. Wahrscheinlich muss ich einfach diese Hausarbeit durchhauen und dann sieht das alles schon wieder sonniger aus. Ich vermiss B eben auch ein wenig. So generell. Und speziell.

Na gut. Das war jetzt ein etwas langweiligerer Post aus dem Bereich "Liebes Tagebuch!", aber es wird auch bald alles wieder ein wenig durchdachter, besser lesbar. Versprochen!

Dienstag, 27. April 2010

Weapon of Choice

Dienstag, of all the days. Es gab ein sehr schönes sonniges Wochenende mit ner Radtour, grillen, am Hafen sitzen und all dem anderen, was dazu gehört. Zudem noch der Besuch einer Bukowski-Lesung (mit Musik von Tom Waits) in der (toller Name) Sportklause.

Die Sportklause ist hier um die Ecke, 5 Minuten entfernt und eigentlich eine kleine Holzbude neben einem (meiner Meinung zu klein geratenen) Fußballplatz. Da werden dann die Fußballspiele übertragen, es gibt wohl auch ein paar kleine Pokale... sowas alles. Und im hinteren Raum war dann die Lesung. Knapp 20 Personen waren gekommen und alles wirkte improvisiert und locker. Also gut improvisiert. Abfolgen von Songs wurden einfach mal schnell umgestellt, dem Vorleser wurde vom Zuschauer auch schonmal ein Taschentuch gereicht... Mikros hätte man eigentlich nicht gebraucht. Der Leser selbst war super. Die Auswahl der Geschichten, die sehr humorvoll bis absurd rüberkamen (ich werde wohl nie wieder bei Beethoven nicht kichern müssen) war herrlich. So saß ich dann also in einem Raum, in dem überdimensionale Sombreros und furchterregende Bilder von Marlene Dietrich an den Wänden hingen und sonst alles (inklusive der Schalen mit dem Knabberzeug) auf Fußball ausgerichtet war. Ein wenig wie ein Partykeller auf dem besten Wege zu einem Bad Taste Award.

Wir konnten erst mit der Lesung anfangen, als das Spiel im Nachbarraum vorbei war. (Werder gewann in der Verlängerung, das war ein Jubel!) Es war ein, wahrscheinlich auch durch das ganze Umfeld, sehr sehr lockerer Abend. Ok, ich denke Bukowski ist so weit vom Formellen weg wie man das als Autor nur sein kann.

Ich habe hier eine schöne Zeit, habe heute sogar ein wenig was für die Uni geschafft, gestern gab es Kick Ass im Kino (empfehlenswert, ausser man steht auf französisches Schwarzweisskino)... alles bestens. Oh, und mein Internetradio ist endlich endlich ENDLICH da(Daaaaaaaankeeee), ich kann wieder meine Sender hören. Womit Bremen so eine Musikauswahl und solche Moderatoren verdient hat.... keine Ahnung.

Oh, noch eine Sache zum Bukowski-Abend... ok, das hat mit dem eigentlich nichts zu tun, aber... in der Pause stand ich dann am Rande dieses leeren Fußballplatzes. Irgendwie... bis jetzt dachte ich immer, es sei das Wasser, was mich beruhigt, wenn ich darauf schaue, aber dieser Fußballplatz hatte dieselbe Wirkung. Vielleicht ist es einfach nur die Weite und die Monotonie von solchen Flächen, die mich introspektiv und ruhig werden lässt. Wieder mal eine Erkenntnis.

Was ich dachte war, dass ich selten so frei war wie jetzt. Ich habe noch keine Arbeit, ich kenne hier immernoch sehr wenige Menschen... ich kann quasi machen, was ich will. Was auch immer. Und ich weiss nicht, ob ich einer der Menschen bin, die von zuviel Freiheit eingeschüchtert werden oder ob ich einer der Menschen bin, die das Umarmen. Das ist für mich eine Frage, über die ich in letzter Zeit viel nachgrübele. Ich geniesse die Freiheit. Aber ich fange glaube ich immernoch sehr wenig mit ihr an. Ich habe die Stadt noch kein einziges mal erkundet. Ich habe mir auch kein Buch darüber gekauft. Ich gehe an spannenden Läden vorbei, ohne hineinzuschauen. Ich bin mir noch nichtmal sicher, wo hier das nächstgelegene Antiquariat ist und wo welche Bezirke liegen die wie heissen. Name des Bürgermeisters? Keine Ahnung. Vielleicht bin ich ja eher ein Schneckenhaustyp. Jemand der Zeit braucht. Keine Ahnung. Selbst wenn wird sich das mit der Zeit legen, denke ich. Und seien wir doch mal ehrlich: Ein wenig Ruhe... hab ich mir schon verdient.

Dienstag, 20. April 2010

The way we get by

Angekommen. So ziemlich zumindest. Eben immernoch zu wenig Zeug hier um das wirklich sagen zu können. Aber es klappt alles soweit.

Ich habe einen Arzt gefunden, der mir meine Drogen verschreibt (und dessen bekopftuchte Arzthelferin (eigenartig, ich bin da immer nen sehr breiten berliner Akzent bei gewohnt) sehr sehr gut Blut abnehmen kann). Zudem war ich bei IKEA und habe MÖBEL. Ein paar. Aber es sieht nicht mehr so leer aus. A place for everything and everything in its place. Sozusagen.

Gestern hab ich meinen letzten ausgefüllten Fragebogen an das Amt in den Kasten geworfen und es sieht so aus, als ob auch da meine kafkaesken Wirrungen erstmal vorüber seien. Muss ich nur noch meine Lohnsteuerkarte von meinem (hier sehr sehr viele Schimpfwörter in mindestens 3 Sprachen einfügen) Exarbeitsgeber bekommen. Oh, und ich habe einen Telefonanschluss. Nein, die Nummer schreib ich hier nicht, aber da kommt dann noch ne Mail. (Darling, Du brauchst auch noch die Handynummer, vermisse Dich!)

Sonst: Ich war wie ja schon geschrieben in der Glocke. Also... klassisches Konzert in angenehmen verjugendstilten Rahmen. Die Musik an sich... ok, romantische Klassik ist eben nicht so sehr meins. Gebt mir Bach, gebt mir Beethoven... damit komm ich besser zurecht. Aber trotzdem hat es einige Akkus aufgefüllt von denen ich gar nicht so recht wusste, dass sie leer waren.

Oh, und ich werde langsam zur Radfahrerin. Zumindest bei schönem Wetter. Aber die Wege sind hier so flach, dass selbst eine Gangschaltung kaum Sinn macht. Und bei Gegenwind (Wind ist hier IMMER) hat man eh quasi verloren. Einmal hätte ich mich schon beinahe hingelegt, aber das lag mehr an einer lockeren Lenkstange als an eigenem Versagen. Und es ist ja nix passiert, ne? Das Hinfallen heb ich mir dann schön fürs Inlinen auf. Es soll hier was geben, was Blockland heisst, ist ein paar Kilometer entfernt und da kann man wohl recht schön laufen. Vielleicht wie Flemingskate und in flacher.

Im Moment bin ich sowieso etwas bewegungsausgehungert. Was eigenartig ist, da ich mich hier glaub ich mehr bewege als in B. Aber ich werde auf jeden Fall bald mal das Schwimmbad hier (quasi) um die Ecke auskundschaften.

Herrje. Immer gibt es so viel, was ich noch schreiben wollte. Aber wenn das dann so ein großer Eintrag wird... sagen wir es mal so: Kauft keine elektrischen Zahnbürsten für 2 Euro, verliert keine Wetten, egal über was, Schuhregale werden überbewertet, eines meiner Bücherregale besteht aus 24 Brettern und 58 Schrauben, es gibt eine Bar in der Innenstadt, in der man nur die Wahl zwischen Kölsch und Hefeweizen hat, wie krank ist das denn bitteschön?, es gibt wieder den Doctor, jay, obwohl ich nicht genau weiss, was ich von Geronimo ect. p.p. halten soll, ich träume von David Sedaris und gehe neuerdings um Mitternacht ins Bett, sehr eigenartig.
Machts gut!

Dienstag, 13. April 2010

Let´s get rocked

Ladies and Gentlemen, ich bin wieder im Netz. Jay. Was mich auch nur ein wenig den Computer anbetteln gekostet hat. Ok. Viel anbetteln. Haareraufen. Eher rethorische Fragen wie "warum MACHST du das?!". Aber jetzt scheint es zu gehen.

Und ja, ich sitze in meinem Zimmer. Der Kleiderschrank ist eingeräumt und ich glaube, mehr als 10 Sauerstoffmoleküle dürften da neben den ganzen Klamotten keinen Platz mehr finden. Die Meeris stehen in der Ecke, mal sehn ob das ihr Stammplatz wird, bin mir da noch nicht sicher. Wo ich mir sicher bin: Ohne Guns n Roses und Def Leppard hätt ich das nie geschafft. Diese Art Musik hilft echt bei sowas. Danke für den Tipp, oh Du mein megaerfahrener Umzugsgott.

Sonst.... klar ist verdammt viel los. Und nein, ich werd das hier nicht alles schreiben. Die letzten Wochen waren sehr intensiv, um es mal so zu benennen. Auch sehr schön, ich will das nicht negativieren. Aber vor allem verdammt anstrengend. Klar, damit geht es auch noch lustig weiter, aber das Gröbste ist eben geschafft, morgen hab ich das letzte mal diese Startmaßnahme (ja, ich hab mir die "Objektivierung der Selbsteinschätzung" als Schmankerl für den Schluss aufgehoben).

Heute tu ich noch so, als hätte ich Kultur, gehe in ein klassisches Konzert. In der Glocke. Schonmal vorbeigelaufen, aber ich bin gespannt. Ich werde berichten, wie es war. Aber überhaupt bin ich im Moment total kulturversessen, seitdem ich herausgefunden habe, dass es hier in HB eine art Kulturticket gibt. Wo ich in Theater schon für ca. 3 Euro reinkomme. Und VHS-Kurse für 17 Euro besuchen kann. Das kribbelt total! Aber erstmal.... sollte ich wohl ankommen. Der Gral Alltag ist noch lange nicht erreicht. Und dann sollte ich wohl den Unikrams beginnen. Und mir zumindest einen Lampenschrim kaufen. Und weiter auspacken. Und das klappt eh erst, wenn ich diesen Ausweis in den Händen halte und das Amt lässt sich Zeeeeiiiiit.

Dafür war ich aber auch heute schon wieder richtig produktiv: Ich habe mich um einen Arzt gekümmert, die GF vom Exarbeitsgeber angehauen, ich will langsam mal meine Lohnsteuerkarte und bei Hagen nachgefragt, wo denn eigentlich mein Lernkrams bleibt. All solcher Orgakrams, der eben ansteht, einem aber schnell mal den Schlaf rauben kann.

Na gut, soviel zum kurzen Statusbericht, das ganze andere, wie ich mich fühle, ankommen, Eindrücke, Leben in Bremen, Vermissen von Berlin, weitere Pläne... das kommt noch.

Samstag, 3. April 2010

Bloody Bunnies


Mein Ms-Paint-Versuch. Böse, aber von Herzen. Cheers, ihr alle.

Montag, 29. März 2010

Roadhouse Blues

So, heute hab ich ein wenig mehr Zeit. Oder besser: Ich hab sie mir einfach genommen. Ein Tag mal richtig frei. Nachdenken können. Planen. Fühler austrecken wie das denn eigentlich so alles in mir angekommen ist.
Bis jetzt hab ich da nur Sanduhren geernet, Ergebnisse sind also noch nicht zurückgekommen. Langsames Hirn heute.

Dafür kann ich die Zeit mal nutzen, über meine singende klingende Startmaßnahme zu berichten. Es ist ein wenig, als wäre man auf RTL2 gefangen. Und kommt nicht raus.

Egal, welchen Typus man sich da vorstellt, er ist vertreten: Die alternden Bauarbeiter mit den großen Klappen und der leicht militanten Einstellung. (Oh, und geschieden, worüber dann man auch gleich alles erfährt.) Die dicke, schielende allein erziehende Mutter ("Der Junge is 15, der kann alleine zum Krankenhaus fahren."). Das alternde Punkmädchen mit der schlechten Haut und dem fliehenden Kinn... die türkischen Hausfrauen mit den durchs Blondiermittel fast orange gewordenen Haaren, die ihre Handtasche auf den Tisch stellen um dahinter heimlich ihre türkischen Magazine zu lesen. Das böse überschminkte und funkelnde Sternchen, das 20 ist, keinen Ausbildungsplatz bekomen hat, aber eigentlich viel lieber Sängerin werden würde. Die verlebte Barfrau mit der Hausdauerwelle, deren Gesicht immer mehr erzählen wird als ihre einsilbigen Antworten. Und natürlich ich, Marke gescheiterte beinahe-Akademikerin mit gelangweiltem Blick, Strickzeug und beinahe einschlafend.

In dieser Bandbreite passen wir dann alle wieder ganz gut zusammen. Man unterhält sich. Niemand ist gemein zu dem anderen, grenzt jemanden aus.

Die Kurse bestehen aus einem verhuschten Menschen, marke Quereinsteiger oder irgendwas mit Sozial- studiert, die sich vorne in den Raum setzen und anfangen, irgendwas aus einem Skript zu erzählen. Zwar mit Abschweifungen, aber man hört so ein kleines kollektives Seufzen, wenn eine Seite umgeblättert wird. Es gibt viele Pausen, alle rauchen. Mir wurde das zuviel (und zu kalt, da ja meine geliebte Lederjacke noch in B ist) und meist bleib ich oben und stricke weiter.

Generell wird der, der da vorne steht eher wie ein Feind behandelt. Gerade, wenn der Dozent weiblich ist. Dann kommen diese kleinen Halbsätze, Bemerkungen, die so leise gesagt werden dass alles drumherum kichert und die arme Frau "Was war das?" fragen muss. Worauf sie natürlich keine aufschlussreiche Antwort verhält. Der häufigste laut geäußerte Einwurf ist "Wissen sie, da können sie mir jetzt sonstwas erzählen, das interessiert mich alles nicht." Und um ehrlich zu sein: Ich verstehs sogar, obwohl natürlich diese Form der Aufrichtigkeit nicht weiterhilft. Was uns da aufgetischt wird sind Allgemeinplätze. Regelung von Alltag. Wie geht man mit Konflikten um. Wie teilt man sich einen Tag ein. Weder der alte Bauarbeiter noch die türkische Hausfrau können was damit anfangen. Niemand kann das eigentlich.

Tut mir leid, wenn das negativ klingt. Es ist nicht schlimm, es nervt nur. Niemand ist gerne da, auch nicht die Dozenten. Jeder weiss, dass es nichts bringt. Jeder weiss, dass alle anderen das auch wissen.

Aber man kann es aushalten, gerade durch diese verschiedenen Arten von Menschen und deren Lebensansicht lerne ich sehr viel. Und zwar nicht nur über sie, sondern vor allem über mich. Man baut Vorurteile ab, andere verstärken sich natürlich. Aber es sind Menschen, mit denen ich sonst wahrscheinlich keine zwei Sätze gewechselt hätte. Und nun sitzen wir gemeinsam in einem Raum und unterhalten uns. Das ist schon spannend.

Trotzdem brauchte ich heute eine Pause davon. Teil ist, dass ich mich irgendwie recht schlapp fühle, Teil wahrscheinlich auch, dass ich schliesslich noch ein ganz paar Wochen dafür Zeit habe und nicht gleich am ersten Tag nach der Zeitumstellung aus den Federn kam. (Teil ist auch, dass ich in der Mittagspause nicht mit der singenden Azubinen-Anwärterin shoppen gehen wollte, feige und sozial inkompetent von mir, ich weiss.) Na gut, soviel erstmal von hier, ich lebe in den Tag hinein... und habe heute fest vor, mich zumindest ein wenig zu langweilen. Ich freu mich sogar darauf.

Samstag, 27. März 2010

Cigarettes and Chocolate Milk

Hiya, nur ganz kurz, wollte bescheid sagen dass ich jetzt aufgrund von Nachfrage auch die Kommentarfunktion eingeschaltet habe. Und wenn alles klappt müsste sie (tadaaaaa!) unter diesem Eintrag das erste mal mit dabei sein.
Ich schreib später nochmal ausführlich, besonders von meinen Eindrücken von dieser Startmaßnahme. Aber jetzt will ich erstmal Kaffee trinken, dann Einkaufen und dann lecker kochen.

Fühlt euch gedrückt, egal ob ihr jetzt von Spanien oder vielleicht sogar Chile (kann man hoffen?) zurück auf dem Weg nach B seid oder gerade einen entspannten Tag in B. verbringt.

Mittwoch, 24. März 2010

Stiff upper lip

Nachtrag quasi... Klausur ist vorbei und ich denk das war nichts. Bin nichtmal zur letzten Aufgabe gekommen. Nuja. Nächstes Semester werden ich und Fabianca (das isn Skript, da darf ich mich zuerste melden, ausserdem: Ich BIN der Esel!) da nochmal nen Angriff wagen. Dafür wurde ich mit nem Bier abgeholt, wer kann das schon von sich behaupten? Aus dem Hörsaal raus, eine mir bekannte orangene Tasche angesteuert und schwups, hatte ich ein Bier in der Hand und wurde in den Arm genommen. Vielleicht wars das schon beinahe wert.
Will sagen: Ist scheisse, dass es so gelaufen ist, aber mir gehts gut.
Jetzt gibts mehr Bier und SCHNITZEL!!!

Dienstag, 23. März 2010

New Math

Ich glaube diese Zeit lässt sich unter "Planung wird überbewertet" zusammenfassen. Und jetzt sitz ich hier schon ein paar Minuten und weiss nicht, wo ich anfangen soll.

Also: Im Amt sind nicht alle böse oder mein Sachbearbeiter trennt zumindest sein Arbeitsleben vom Privatleben, wo er dann vielleicht doch satanistische Messen besucht, Kätzchen quält oder alte Omas mitten auf der Straße stehen lässt und ihnen zudem noch die Einkäufe stielt. Wer weiss. Es sind ja meist die harmlos aussehenden....
Aber das ist zumindest gut gelaufen, Termin Nummer drei folgt wohl so in zwei Wochen. Yeeeha!

Oh, und morgen ist meine Klausur, wo wir schon gerade beim Bösen sind (hier abgrundtief, schwarz eingefärbt und wenig bis keine Hoffnung zulassend). Okok, ich bin eben Pessimist. Vielleicht wird es ja auch. Momentan hält sich zumindest die Panik noch in Grenzen, ist ja auch schonmal was. Aber das externe Rechnungswesen und ich? Wir werden keine Freunde. Ich glaub ich würd ihm nichtmal ne Weihnachtskarte schicken.
Aber wir werden sehen was da rauskommt, morgen zwischen 15:30 und 17:30 können zumindest alle mal ganz fest die Daumen drücken.

Was mir da auch Sorgen macht: Eine Klausur in 2 Stunden?! Wie soll man das denn schaffen?! Das letzte mal hatte ich eine zweistündige Klausur wärend der Schulzeit!
Aber na gut, sehen wir alles morgen.
Und danach: Schon wieder eine Planänderung, da werde ich dann erstmal für eine Woche in so eine Startmaßnahme reingeworfen, wo ich alles mögliche über Themen wie Gesundheit, Kommunikationsfähigkeit und (mein Liebling:) Objektivierung des Selbstbildes lernen werde. Zum Glück hab ich mein Strickzeug. Aber: Ich werde berichten.

Es ist eigenartig hier zu leben ohne zumindest die Basisausstattung zu haben. So hab ich als einzige Schuhe meine Winterstiefel (Absatzhöhe: 9cm) und als jackenartiges meinen Wintermantel. Wär ich McGyver bräuchte ich wahrscheinlich nur ein Taschenmesser und etwas Klebeband um mir eine ganz neue Garerobe zu basteln.

Sonst klappt aber alles ziemlich gut hier. Ich habe mein Zimmer (bombastisch groß), einen Schreibtisch, wunderbares Teil, und eine Couch. Nun... ich denke jeder der mich kennt weiss, dass ich es schaffe auch ohne viel eigenes Zeug den Raum aussehen zu lassen, als wäre eine Bombe eingeschlagen. Aber das schieb ich momentan (recht feige) auf den Lernmarathon den ich hier gerade hinlege.

Falls ihr euch fragt, wie Bremen denn so ist muss ich sagen: Ich habe keine Ahnung. Seitdem ich hier bin war ich einmal in der Innenstadt (ich brauchte einen Gesetzestext und Karteikarten für die Klausur), dreimal bei Ämtern und ein paar mal beim Supermarkt an der Ecke. Das Wetter scheint zumindest schön zu sein.

Herrje, wahrscheinlich vergess ich hier gerade die Hälfte.
Auch wenn das alles gerade etwas nörgelig klingt, mir geht es gut, ich werde umsorgt und gepflegt, habe noch nicht nachts den Mond angeheult und laufe (eigenartigerweise trotz des ganzen Krams) ziemlich rund. Denk ich.

Was es sonst noch gab: Gewonnenes Müsli, telefonieren in der Sonne, eine eigene Telefonnummer (die ihr bekommt sobald mein Telefon hier ist), viel Mezzomix ( :-) ), den Begriff "Polarkreis des Glücks", Mobileewetten und natürlich verdammt viele Lernkarteikarten (say hello to my 300+ little frrriiiiendsss!).

Dienstag, 16. März 2010

Extraordinary machine

Mal wieder ein Lied was den Nagel auf den Kopf trifft. If there was a better way to go it would find me...

Sorry, gerade ein wenig sonderbar drauf. Schieben wir es auf die Episode und den Serotoninmangel. Und auf Bonnie Prince Billy und sein Livealbum.

Sitze in meinem Zimmer. An meinem Schreibtisch. Nicht auf meinem Stuhl, der ist in Berlin sondern auf einem Gartenstuhl mit zwei Kissen damit die Höhe stimmt. Aber trotzdem ein komisches Gefühl.

Die letzten Tage... naja, wieder ab nach Bremen, dann am nächsten morgen früh (und ich meine früh, aufstehen um 6 Uhr IST früh) raus und den Ämterhürdenlauf hinter mich gebracht. Das Ummelden war ok, das Hartz4-Zeugs.... nicht so. Die Sachbearbeiterin war unfreundlich und gestresst und ich hatte das Gefühl dankbar sein zu müssen, dass sie mir wenigstens den Antrag gegeben hat. Vor allem das Unverstäbndnis warum ich nach Bremen ziehe... also ok, klar, toll ist das nicht für die, ein Arbeitsloser mehr... aber da schwang bei der...Dame (insert irony here) auch noch was persönliches mit. Sie hätte ja immer nach Berlin gewollt und deswegen verstünde sie das nicht. (Berlin ist echt was entgangen mit der.) Aber sie könne das auch verstehen, wahrscheinlich ist das auch ermüdent nach ein paar Jahren, dieser ganze Trubel und immer was los. Hmmm.... ich glaub da hat jemand die Essenz von Berlin genau verstanden. Ich war jeden Abend auf mindestens 3 Partys. Und die ganzen Drogen. Und die Szene. Und all das. Klar.

Na gut. ich will mich nicht mehr darüber aufregen. Heute war besser. Zwar Episode aber besser. Ein wenig lernen. Vor Epi. Ein wenig Ruhe. Ein wenig Zimmer einräumen. Essen gekocht bekommen (schmelz) und jetzt.... sitze ich hier. Eben immernoch ein wenig... eigenartig drauf, ein wenig introspektiv drauf, aber.... das geht vorbei.

Ich und Veränderungen eben.

Mittwoch, 10. März 2010

This too shall pass



Irgendwie muntert mich sowas auf.

Dienstag, 9. März 2010

All hell is breaking loose

Ich glaub das Lied ist von Kiss und eigentlich gar nicht mal so toll. Aber mein eigentlicher Ohrwurm (einer von mehreren Ohrwürmern die bei Stress auf heavy rotation in meinem Kopf laufen), das Forellenquintett, ist für die meisten glaub ich zu wenig greifbar.

Heute war mein offiziell letzter Arbeitstag. Ausserdem war heute der erste Tag an dem ich wieder in B bin. Eigentlich wollte ich lernen. Oder besser: LERNEN. Also richtig produktiv sein. Schaffen. Begreifen. Zuordnen. Verknüpfen. Aber es kam anders.

Ich will jetzt auch nicht zu melodramatisch werden. Aber durch einen Gedankenanschubser kam ich auf die Idee, mich mal um das Amtliche zu kümmern, was dann einen relativ unangenehmen Dominoeffekt hatte. Ich will jetzt auch nicht in Details gehen, aber Fazit des Ganzen ist, dass ich am Samstag oder Sonntag erstmal wieder in HB aufschlage. Und dann dort am Montag (hoffentlich alles am Montag) einen lustigen Ämtersprint (wo hab ich nochmal meine Ausgabe von Krieg und Frieden für die Wartezeit?) hinlege. Danach werde ich dann Bremerin sein. Ummeldung. Unter anderem. So als weitere Sache die daraus resultiert.

Dass das ganze natürlich auch eine nicht unbedeutende emotionale Umwälzung ausgelöst hat muss ich ja glaub ich nicht erst erwähnen. Ist eben alles... hart. Für mich, die ich Veränderungen so hasse. Und für mich, die echt gerne Zeit zum Lernen hätte.
Aber jetzt heisst es erstmal Unterlagen zusammenkramen, am Donnerstag nochmal zur Arbeitsstelle, die Geschäftsführerin mit Messer, Pfefferspray oder was mir sonst so einfällt bedrohen um an meine Unterlagen ranzukommen... (sorry, aber ist echt ein Sauladen was sowas angeht)... alles kopieren... work, work, work.

Also hab ich mich lerntechnisch vom Perfektionisten in mir verabschiedet und das Katastrophenkommando mit all seinen tollen Parolen à la "Du hast nur verloren wenn Du gar nicht erst zur Klausur hingehst.", "Komm schon, das wird!" und natürlich dem allerseits beliebten Klassiker "Morgen wirds besser." rangelassen. Quick and dirty heisst die neue Devise. Reinpauken was ins Kurzzeitgedächtnis geht, auswendig lernen, was nicht verstanden wird.

Tja. Das war mein montagesker Dienstag. Einmal alles anders, einmal alle Pläne umgeworfen...

Ich würd gern sagen dass ich trotz alldem ziemlich ruhig bin. Zu einem gewissen Grad wäre das auch richtig. Der logische Teil in mir zeigt sich zumindest von der Entwicklung wenig überrascht. Hat wohl schon was geahnt und einfach nicht bescheid gegeben. Aber der emotionale Part... meldet eine gewisse Orientierungslosigkeit. Eine Panik. Ein "Ok. Ok.... wir machen erst das und das und dann das und dann... keine Ahnung." Ungefähr das Gefühl aus der Schule wenn bei einer Klausur ein Thema rankam zu dem einem partout nichts einfiel. Diese Unruhe, etwas, alles, tun zu müssen, aber nicht zu wissen wie.

Klar, ich kann das alles schaffen. Werd ich auch. Wird schon. Aber im Moment fühlt es sich sehr sehr eigen an. Nicht falsch verstehen, ich will nach HB. Klar. Ich wünschte nur, dass es stressfreier und im Moment weniger auf Kosten meines Studiums gehen würde.

Na gut, das wars von hier... ich versuch den Kopf frei zu bekommen und: Morgen wirds besser, bestimmt.

PS: Was es in den letzten Tagen sonst so gab: Flashing Grannies, Kirchenbesuche, verdammt gutes Essen und eine Abhängigkeit für Burnout 3. Zuviele Frauenzeitschriften, zuviele Episoden und viel viel TLC.

Dienstag, 2. März 2010

I write the B-Sides

Ich hab das Buch lange nicht mehr gelesen, aber ich glaub das war so: Es gibt den Gott der großen Dinge und den Gott der kleinen Dinge. Und der Gott der kleinen Dinge ist zwar nicht unwichtiger, aber man kann sich immer sagen, dass es größeres gibt. Schlimmeres passiert. Besseres.
Ich hab die letzten Tage viel daran gedacht.
Denn einerseits lebe ich im Moment im Lande des Gottes der kleinen Dinge. Ich lerne und ärgere mich über das Gelernte und über das nicht Verstandene. Über die Sinnlosigkeit davon. Über die Angst vor der Klausur. Ich werde krank und muss einen Tag lernen aussetzen und mache mir schon wieder Sorgen um das Lernpensum. Ich frage mich, was man zu einer Taufe anzieht und ob ich noch weiss, wie man so ein Gesangsbuch in der Kirche benutzt. Das alles sind kleine Dinge. Sie können die Träume beeinflussen und einen beschäftigen, aber es gibt anderes, größeres.
Den Gott der großen Dinge hatte ich auch zu Gast, die letzten Tage. Das waren dann die Stunden zwischen der Erdbebenmeldung von Chile und den Worten meiner Freundin, sie sei ok. Es war komisch, wie beides nebeneinander existierte. Wie ich lernte, mir den Kopf über Buchungssätze zerbrach und mir dabei über etwas so viel größeres Sorgen machte. Wie das eine weitergeht wenn etwas anderes kommt.
Aber es ist alles ok und ich merke mal wieder, wie froh ich doch mit dem Gott der kleinen Dinge sein kann. Klar, es ist alles nervig und Zeit hat man eh nie und schaffen kann man das alles auch nie.
Aber seien wir doch mal ehrlich: Es gibt größeres, wichtigeres.
Cheers Darling, pass auf Dich auf!

Freitag, 26. Februar 2010

Nowhere man

Ok, erster Post, erstes Beatles-Zitat, erster Ohrwurm. Ich denk das ist nen guter Anfang.
Obwohl ich mich gerade sehr nach mehr guten Anfängen sehne. Im Moment hört alles irgendwie nur auf: Das Semster, weswegen ich wie eine brave kleine Arbeiterbiene für die Klausur lerne, der Job, obwohl ich da wirklich wirklich wirklich gerne wüsste, ob ich da nochmal hin muss.
Alle sagen wie schade es ist dass ich wegziehe und jedes mal muss ich lächeln und sagen wie toll doch HB ist und wie ich mich darauf freue... stimmt auch.
Nur dieses "Jay, alles super!"-Animatorzeugs geht mir gehörig auf den Geist. Ist ermüdent, um mal gleich im ersten Post ein wenig prätentiös rüberzukommen.
Also stürze ich mich lieber ins Lernen.
Ich bin nicht mehr lange hier, aber auch noch nicht da.